Der Berner Energiekonzern BKW hat konkretere Zahlen zum geplanten Stellenabbau bekannt gegeben. Wegfallen werden insgesamt 225 Arbeitsplätze. Betroffen sind alle Konzernbereiche und die Tochtergesellschaften. In den Abteilungen Konzernsteuerung, Finanzen und Dienste gehen 60 Stellen verloren. Im Bereich Energie Schweiz sind es 80 Stellen und in der Abteilung Energie International und Handel rund 30. Darüber hinaus werden geschäftsübergreifend zusätzlich rund 30 Stellen verschwinden.

Im Bereich Netze wurden bereits 35 Arbeitsplätze abgebaut. Weitere 60 Stellen im gesamten Konzern wurden nicht wieder besetzt. Durch frühzeitige Pensionierungen und Entlassungen sollen im ersten Quartal 2012 weitere 25 Arbeitsplätze abgebaut werden. Die BKW-Tochter sol-E-Suisse wird ihre Aktivitäten künftig primär auf Kleinwasserkraftwerke, Windenergie und Wärmeversorgung konzentrieren. Für die Photovoltaik, die Geothermie und Wärmekraftkopplung will die BKW neue Geschäftsmodelle entwickeln.

Personalabbau: Opfer von Fukushima

Im Dezember 2011 gab der Berner Energiekonzern den Abbau von rund 200 Stellen bekannt. Die BKW beschäftigt rund 2800 Personen. Als Grund nannte das Unternehmen das veränderte Marktumfeld. Einen Einfluss dürften auch die Ereignisse von Fukushima gehabt haben sowie der Entscheid des Bundes, langfristig aus der Atomenergie auszusteigen. Bereits im September zeichnete sich ein Sparprogramm ab, nachdem der Gewinn im ersten Halbjahr 2011 um mehr als 30 Prozent auf 90,5 Millionen Franken abgesackt war. Auch andere Stromkonzerne wie Alpiq kündigten einen Stellenabbau an.

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(muv/vst/sda)