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Fukushima: Rekordklage gegen Tepco

Erdbeben und Tsunami treffen im März 2011 das AKW, Fukushima, Rauch steigt auf. (Bild: Keystone)

Aktionäre verlangen von Tepco Schadenersatz in Rekordhöhe. Sie werfen den Managern des japanischen Energiekonzerns vor, keine hinreichenden Vorkehrungen vor der Atomkatastrophe von Fukushima getroffen

Veröffentlicht am 05.03.2012

Wegen der Atomkatastrophe von Fukushima haben Aktionäre den japanischen Energiekonzern Tepco auf Schadenersatz in Rekordhöhe verklagt. 42 Anteilseigner verlangten vom Eigentümer der vor einem Jahr schwer beschädigten Atomanlage insgesamt 5,5 Billionen Yen (rund 62 Milliarden Franken) Entschädigung.

Wie der japanische Fernsehsender NHK und die Nachrichtenagentur Kyodo berichteten, reichten sie die Klage gegen 27 frühere und derzeitige Führungskräfte des Konzerns bei einem Gericht in Tokio ein.

Die Kläger werfen den Tepco-Managern Nachlässigkeit vor. Sie argumentieren, die Firma habe keine hinreichenden Vorkehrungen für einen möglichen Atomunfall getroffen, obwohl Computersimulationen seit 2008 auf das Risiko eines riesigen Tsunami im Falle eines Erdbebens hingewiesen hätten.

Tepco muss Hunderttausende entschädigen

Tepco ist seit der Katastrophe vom 11. März 2011 in schwerer Finanznot und wird vom Staat getragen. Das Unternehmen muss bereits Hunderttausende Menschen entschädigen, die von der Atomkatastrophe betroffen sind.

Drei der sechs Reaktoren der Atomanlage in Fukushima waren durch die schlimmste Atomkatatrophe seit Tschernobyl 1986 beschädigt worden. Es traten grosse Mengen Radioaktivität aus, in einem Umkreis von 20 Kilometern ist die Gegend unbewohnbar.

(tno/laf/sda/awp/afp)

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