SONY FOOTBALL CIRCLE. Ihren Gästen, hochpotenziellen Kunden, sprich Entscheidungsträgern und Geschäftsführern nationaler Unternehmen, bietet Sony wiederkehrende Football Circles mit wechselnden Themengebieten und Veranstaltungsorten. Und damit möchte Sony auch dem Networking dienen. Der Eröffnungsevent fand an der diesjährigen Sony World statt, einer Ausstellung der neuesten Sony-Produkte in einem SF-Fernsehstudio.Als erstes sprach Trainer Ottmar Hitzfeld

vom FC Bayern München über seine Führungserfahrungen und -prinzipien als «Sündenbock und Vaterfigur in einem»: Er habe von der modernen Führungspsychologie viel gelernt, etwa Subgruppenprozesse besser verstanden, und empfahl, mehr «auf die Leute einzugehen». Neben Sachkompetenz sei viel Didaktik gefragt und unmittelbare Interaktionskompetenz: «Es kommt auf den Ton an.»Unter der Gesprächsleitung von Fernsehjournalist und Publizist Erich Gysling

diskutierten Ottmar Hitzfeld, Köbi Kuhn,

Trainer der Schweizer Nationalmannschaft, der ehemalige Fussballprofi Stéphane Chapuisat

und der Stammtorhüter der Schweizerischen Nationalmannschaft, Pascal Zuberbühler,

gemeinsam mit dem Unternehmer Jean-Claude Biver,

CEO der Uhrenfirma Hublot SA, und dem Spezialisten für Internationales Management, Professor Hans A. Wüthrich,

über aktuelle Aspekte von Leadership im Spannungsfeld von Fussball und Wirtschaft. So erklärte Biver, in der «Niederlage liegt der Kern, die Energie des Erfolgs; im Erfolg liegt der Virus der Niederlage». Kuhn sprach die Persönlichkeitsstrukturen seiner Spieler an: «Runde Steine sind zwar leichter zu handhaben, aber mit denen, die Ecken und Kanten haben, kann man besser etwas bauen.» Wüthrich bestätigte: «Wir brauchen kantige Steine.» Erfolg sei die grösste Lernblockade, und erst wenn Führung praktisch überflüssig werde, sei sie gut und auch die kollektive Intelligenz des Teams optimal genutzt. Es brauche auch die Souveränität, sich einmal zu irren: «Die omnipotenten Silberrücken müssen arbeitslos werden.»

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