Der Sportartikelhändler Intersport steckt sich nach Absatzerfolgen bei der vergangenen Europameisterschaft neue Ziele für sein Fussballgeschäft. «Es muss unser Ziel sein, bei der Weltmeisterschaft in Brasilien die Milliarde zu überschreiten», sagte Intersport-Chef Franz Julen.

Bei der vergangenen Fussball-Europameisterschaft setzte Intersport 46 Prozent mehr um als vor vier Jahren, wie Julen am Montagabend im Münchner Club Wirtschaftspresse sagte. «Die EM war für uns ein grosser Erfolg, weil die drei grossen Länder Deutschland, Italien und Spanien bis zum Schluss dabei waren», sagte der Intersport-Chef.

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Fussballartikel in 40 Ländern

Allein mit Fussball strebt die Handelskette in diesem Jahr einen Umsatz von 900 Millionen Euro an, wie Julen sagte. Im WM-Jahr 2010 setzte Intersport 850 Millionen Euro um. Insgesamt will das Unternehmen seine Umsätze von 9,9 Milliarden Euro in 2011 auf mehr als 10 Milliarden Euro in diesem Jahr steigern.

Mit Fussballartikeln erwirtschaftet Intersport in 40 Ländern und 5200 Geschäften knapp einen Zehntel seiner Einnahmen. Von Konjunkturschwankungen sei der Verbund kaum betroffen, selbst im krisengeplagten Griechenland seien die Umsätze zuletzt gestiegen. «Wir spüren das Wetter viel mehr als die Wirtschaftslage», sagte Julen.

Die Verkäufe direkt im Stadion und in den Fanzonen hätten sich zu einer wichtigen Umsatzquelle entwickelt. Das Wachstum im Fussballgeschäft bleibe ungebrochen. «Der Hype ist weiterhin voll da und wird anhalten», erklärte er.

(aho/sda)