Drei Wochen vor der Fussball-WM traut sich der Chef des deutschen Sportartikelkonzerns Adidas eine genauere Umsatzprognose zu. «Dieses Jahr werden wir operativ beim Umsatz um 1 bis 1,2 Milliarden Euro zulegen. Da spielt die Weltmeisterschaft eine wichtige Rolle», sagte Herbert Hainer in München.

Das entspricht einem währungsbereinigten Plus von sieben bis acht Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz von 14,5 Milliarden Euro. Bisher hatte Adidas lediglich von einem angestrebten Zuwachs im hohen einstelligen Prozentbereich gesprochen.

Schub durch Bälle, Trikots und Schuhen zur WM

Hainer zufolge spürt Adidas bereits einen Schub durch den Verkauf von Bällen, Trikots und Schuhen zur WM, die am 12. Juni in Brasilien angepfiffen wird. Er bekräftigte sein Umsatzziel für das Fussballgeschäft in diesem Jahr: «Wir werden im Fussball zwei Milliarden Euro Umsatz machen.»

Dieser Rekordwert werde nicht zulasten der übrigen Sparten gehen. Der kleinere Konkurrent Puma hatte zuletzt von einem solchen «Kannibalisierungseffekt» gesprochen.

Beispiellose Werbeschlacht mit Nike

Im Wettkampf mit dem Erzrivalen Nike lässt sich Adidas auf eine beispiellose Werbeschlacht ein: «Da investieren wir so viel wie noch nie. Das ist schon ein gehöriger zweistelliger Millionenbetrag», sagte Hainer.

Stärker als jemals zuvor buhlt Adidas über soziale Medien wie Facebook und Twitter um die überwiegend junge Kundschaft. In der Wachstumsregion Lateinamerika ist Brasilien neben Argentinien der wichtigste Markt für Adidas.

(awp/sda/reuters/dbe)