Das in New York vorgestellte Galaxy S4 von Samsung gilt als Herausforderer von Apples iPhone. Analysten rechnen damit, dass im ersten Monat nach dem gestrigen Verkaufsstart zehn Millionen Stück verkauft werden könnten – für das ganze Jahr gehen die Schätzung von 70 Millionen Geräten weltweit aus.

Samsung muss diese Nachfrage sicherstellen. «Dabei hilft auch Korean Air mit ihrer serbelnder Frachttochter», schreibt das Aviatik-Nachrichtenportal «Aero Telegraph». Die Aufträge des Handyherstellers könnten erstmals in drei Jahren wieder zu einem steigenden Umsatz bei Korean Air Cargo führen, so der Bericht.

Gemäss Berechnungen der Nachrichtenagentur würden in eine Frachtversion der Boeing B747-8 rund eine Millionen Galaxy S4 passen. «Es kann für Korean Air die Befreiung sein, welche das Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten braucht», wird Analyst Joo Hae Mee von LIG Investment & Securities zitiert.

Korean Air Cargo fliege heute laut «Aero Telegraph» mit 23 Boeing B747-400F, zwei 747-8F und zwei B777F. Gemessen an den geflogenen Tonnenkilometern sei sie die zweitgrösste Frachtgesellschaft der Welt.

Anzeige

Für 2013 rechne das Unternehmen mit einer Zunahme des Frachtumsatzes um rund zwei Prozent. Hilfreich ist nicht nur Verkaufserfolg von Samsung selbst, sondern auch allfällige Reaktionen der Konkurrenten. Auch sie würden oftmals auf die Dienste von Korean Air Cargo zurückgreifen, weil viele Smartphone-Komponenten in Südkorea gefertigt werden.

(vst)