Etienne Jornod, exekutiver VR-Präsident von Galenica, wollte mit der bereits angekündigten Aufspaltung des Unternehmens in zwei einzelne Einheiten nicht mehr länger zuwarten. Entsprechend hat das Unternehmen am Dienstagmorgen die Aufteilung in zwei eigenständige börsenkotierte Unternehmen per viertes Quartal 2016 bekanntgegeben.

«Wir haben in der Vergangenheit die Ziele stets übertroffen. Alles entwickelt sich im grünen Bereich», sagte Jornod in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft». «Besonders die Verkäufe des Anämiemedikaments Mircera, das wir für Roche vertreiben, entwickeln sich extrem positiv. Wir haben damit und mit dem Eisenmangelpräparat Ferinject zwei Superprodukte im Angebot. Die Organisation ist mit den beiden CEO Søren Tulstrup für Vifor Pharma und Jörg Kneubühler für Galenica Santé bestens aufgestellt. Auch das Momentum der Börse ist da. Warum also warten? Zusätzliche sechs bis zwölf Monate hätten nichts gebracht», antwortete er auf die Frage, wieso die Aufspaltung nun plötzlich so rasch über die Bühne gehe.

«Das war immer das Ziel und nicht mehr»

Seinen ebenfalls per Ende 2016 angekündigten Rücktritt begründet er folgendermassen: «Der Verwaltungsrat wollte sichergehen, dass ich bis zur Aufspaltung bleibe. Das war immer das Ziel und nicht mehr. Wir werden es nun bald vollbracht haben. Deshalb geht mein Engagement zu Ende.»

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Auf die Frage, ob die Produktepalette und die Pipeline von Vifor Pharma genug stark für einen Alleingang seien, erklärte er: «Auf jeden Fall. Ferinject allein hat ein Umsatzpotenzial von 1 Milliarden Franken. Wenn nur 10 Prozent des von Analysten geschätzten Marktpotenzials von 12 Milliarden Franken für Präparate zur Behandlung von Eisenmangel auf unser Produkt entfallen, haben wir mit Ferinject einen Blockbuster im Angebot. Hinzu kommen die beiden Medikamente Mircera von Roche und Patiromer FOS der US-Biotech-Gesellschaft Relypsa.»

(sda/me)