Die im Gesundheitssektor tätige Galenica-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2015 entgegen den Erwartungen den Gewinn erhöht und hebt in der Folge auch die Prognosen für das Gesamtjahr an. Der Gruppengewinn stieg um 5,5 Prozent auf 158 Millionen Franken. Der Gewinn nach Abzug der Minderheiten ging dagegen um 2,8 auf 131 Millionen zurück, wie Galenica mitteilt. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Wechselkursverluste von 7 Millionen und ohne rechnungslegungstechnische Elemente aus IAS 19 (-5,4 Millionen), wäre auch der Gewinn nach Minderheiten um 6,4 Prozent auf 143 Millionen angestiegen.

Der operative Gewinn (Ebit) der Gruppe erhöhte sich in der Berichtsperiode um 6,2 Prozent auf 201 Mio und der Ebitda um 5,6 Prozent auf 240 Millionen. Dabei gelte es zu berücksichtigen, dass plangemäss Meilensteinzahlungen von rund 70 Millionen weggefallen seien, heisst es weiter. Den Umsatz steigerte Galenica um 7,9 Prozent auf 1,79 Milliarden Franken. Die Verkäufe in der Pharmasparte (Vifor Pharma) wuchsen um insgesamt 24 Prozent auf 418 Millionen an und das Apotheken- und Logistik-Geschäft von Galenica Santé setzte in den Monaten Januar bis Juni mit 1,41 Milliarden 3,8 Prozent mehr um als noch vor einem Jahr.

Guidance angehoben

Mit den Kennzahlen hat die Gruppe die Vorgaben der Analysten auf allen Ebenen deutlich übertroffen. Im Vorfeld der Zahlenpublikation haben die Experten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Gruppengewinn von 141 Millionen Franken, einem Gewinn nach Minderheiten von 117 Millionen und einem Ebit von 165 Millionen gerechnet. Der Umsatz wurde bei 1,75 Milliarden erwartet.

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Im Ausblick hob Galenica die bisherige Guidance an. Basierend auf den durchschnittlichen Wechselkursen des ersten Halbjahres geht das Management neu davon aus, dass es der Gruppe zum 20. Mal in Folge gelingen wird, den Gewinn sowohl vor als auch nach Abzug der Minderheiten zu steigern. Bislang wurde ein Gewinn auf Vorjahresniveau erwartet.

(awp/chb/gku)