Nach tiefroten Zahlen im laufenden Jahr stösst der Fondsanbieter GAM ein umfassendes Restrukturierungsprogramm an. Die fixen Personal- und Sachkosten von 282 Millionen Franken sollen bis Ende 2019 um mindestens 40 Millionen Franken gesenkt werden, wie die Schweizer Firma am Donnerstag mitteilte.

Dabei wolle GAM rund zehn Prozent der Belegschaft abbauen. Vor allem wegen Wertberichtigungen schätze die Gesellschaft den Verlust für das laufende Jahr auf 925 Millionen Franken. GAM wolle für das laufende Jahr auf die Ausschüttung einer Dividende verzichten.

Grosser Geldabfluss nach Skandal

Auslöser der Krise bei GAM war die Suspendierung eines wichtigen Fondsmanagers Ende Juli. Das Unternehmen wirft ihm Verstösse gegen interne Richtlinien vor, die etwa die Annahme von Geschenken und Einladungen regeln.

Nach dem Vorfall liquidierte die Gesellschaft die von dem Mann verwalteten Fonds. Aber auch aus anderen Anlagevehikeln zogen die Anleger Geld ab, so dass die verwalteten Vermögen bis Ende November auf 139,1 Milliarden schrumpften.

(reuters/gku/bsh)