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Gamescom: Schweizer buhlen um Spiele-Freaks

Fans von Computer- und Videospielen freuen sich auf die grösste Messe Europas in Köln. An der Gamescom präsentieren die Hersteller ihre neusten Würfe. Mit dabei sind auch drei Schweizer Unternehmen.

Von Lukas Rohner
am 11.08.2014

Am Mittwoch öffnen sich die Tore zur Gamescom in Köln für Fachbesucher und Medien, einen Tag später für das Publikum. Die 761 Spiele-Hersteller buhlen dann um die Aufmerksamkeit von Kunden und Investoren. Mit dabei sind auch drei Schweizer Unternehmen. Das Animations- und Zeichnungsstudio Boutiq sowie die Spielentwickler Koboldgames und Shardline hoffen ebenfalls, am «Swiss Games»-Stand viele neue Kontakte knüpfen zu können.

Kontakte sind das A und O

Die Firma Boutiq weiss bereits, wie man sich verkauft. Für Schweizer Grosskonzerne wie die SBB oder die Mobiliar haben sie Werbefilme gedreht. Ihre 3D-Animationen sind bei Games gefragt. Das junge Start-up Koboldgames hingegen nimmt zum ersten Mal an einer grossen Messe teil. In einem der entwickelten Spiele «Journey of a Roach» schlüpft der Spieler in die Haut von Jim und Bud. Die beiden Kakerlaken müssen im Adventure-Game ihren Weg durch die Kanalisation finden. An der Messe möchte Ralf Mauerhofer auch «auf die wachsende Schweizer Spielentwicklerszene aufmerksam machen.»

Shardline sucht Investoren für die Realisation weiterer Rollenspiele mit fesselnden Geschichten. «Das Knüpfen von Kontakten innerhalb der Spieleindustrie ist für uns dabei das Wichtigste», betont Martin Egger, ausführender Produzent bei Shardline. Mit sechs Mitarbeitern stellen sie auch die grösste Delegation unter den drei Schweizer Firmen dar. Das sich die Spielindustrie in einem ständigen Wandel befindet, hoffen sie an der Messe auf einen hohen Know-how-Transfer.

Technische Innovation erhöht die Spielmöglichkeiten

Die neuen Steuermöglichkeiten von Sonys aktuellsten Konsole Playstation 4 und Microsofts Xbox One fordern die Hersteller von Games heraus. Künftige Spielkonzepte müssen diese Neuheiten berücksichtigen. So können heute etwa mit einer Kamera die Bewegungen des Spielers erfasst und in Steuerungssignale umgewandelt werden. Ein Spiel kann daher ohne einen Controller und mit blossen Handbewegungen gespielt werden.

«Viele dieser fantastischen Spielwelten werden die Möglichkeiten der neuen Konsolengeneration erstmals richtig nutzen», sagte Maximilian Schenk vom Bundesverband Interaktiver Unterhaltungssoftware (BIU) gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. In der BIU hat sich die deutsche Spielebranche zusammengeschlossen.

Nordeuropa ist Vorbild für europäische Entwickler

Die Spieleindustrie ist in den nordischen Ländern Europas am weitesten fortgeschritten. Daher wurde im Jahr 2012 das «Nordic Game Institute» gegründet. Der Verband bringt Spieleentwickler aus Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und Island zusammen und ermöglicht den gegenseitigen Erfahrungsaustausch.

Ungefähr 700 Firmen, die zusammen einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften, haben sich angeschlossen. Mitglieder des Netzwerkes sind auch Entwicklerstudios von bekannten Spielen wie «Angry Birds» des Unternehmens Rovio und «Quizduell» von Feo Media.

(mit Material der sda)

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