McDonald's, Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut sind in einen Lebensmittelskandal in China verwickelt. Ein Zulieferer aus Shanghai soll einem Fernsehbericht zufolge abgelaufenes Fleisch umetikettiert und verkauft haben. Die Restaurantketten erklärten am Montag, das Fleisch des Lieferanten Husi Food nicht mehr zu verwenden. Dies könnte bei McDonald's zu Engpässen führen.

Die Behörden schlossen Husi Food, eine chinesische Tochter des US-Zulieferers OSI. Dieser sagte volle Kooperation zu. McDonald's bezog bereits seit 1992 Fleisch von der Firma, die zum Yum-Konzern gehörenden Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut seit 2008.

Zahlreiche Skandale

Yum und McDonald's kündigten eine Untersuchung der Vorwürfe an. «Lebensmittel-Sicherheit ist für uns das Wichtigste», erklärte die Hamburgerkette. Die beiden Restaurantkonzerne entschuldigten sich bei den chinesischen Verbrauchern. Sie waren in der Volksrepublik bereits 2012 in die Kritik geraten, weil sie Hühnchen verkauften, die grosse Mengen von Antibiotika enthielten.

Bei Yum brachen daraufhin die Gewinne weg, der Konzern konnte erst kürzlich eine Erholung ausmachen. China wurde auch von anderen grossen Lebensmittelskandalen erschüttert. So wurden etwa Industrie-Chemikalien in Baby-Milch gefunden.

(reuters/gku)