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Halbjahreszahlen
GAMs Gewinn steigt um über 50 Prozent

Vermögensverwaltung: GAM hat sich bezüglich dem Wachstum der Netto-Neugelder ein neues Ziel gesetzt. (Bild: Keystone)

Zwiespältiges beim Vermögensverwalter GAM: Der Konzerngewinn steigt um 58 Prozent, doch der Neugeldabfluss beträgt über 600 Millionen Franken.

Veröffentlicht am 13.08.2013

Der Vermögensverwalter GAM Holding hat im ersten Semester 2013 mehr verdient als im Vorjahr. Der operative Konzerngewinn (bereinigt um nicht zahlungswirksame Positionen) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 58 Prozent auf 111,7 Millionen Franken. Der Gruppe flossen Kundengelder in Höhe von 0,6 Milliarden Franken ab, nachdem im Vorjahr noch ein Zufluss von 0,9 Milliarden Franken verzeichnet worden war. Die Veräusserung der Beteiligung an Artio wurde abgeschlossen.

Die verwalteten Vermögen (AuM) beliefen sich per Ende Juni auf 116,6 Milliarden Franken, was einem Rückgang gegenüber dem Stand von Ende März (119 Milliarden Franken), aber einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (111,1 Milliarden) bedeutet. Der Rückgang spiegle negative Auswirkungen der ausgeprägten Marktkorrektur im Juni, teilte GAM mit.

Die Gruppe erwirtschaftete im ersten Semester einen Betriebsertrag von 357,4 Millionen Franken und damit 27 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Dabei legten die Vermögensverwaltungsgebühren und Kommissionen um 14 Prozent auf 278,9 Millionen Franken zu. Der Geschäftsaufwand schlug mit 231,2 Millionen Franken (+20 Prozent) zu Buche, was eine Verbesserung der Cost/Income-Ratio auf 64,7 Prozent von 68,9 Prozent in der Vorjahresperiode zur Folge hatte. Die Bruttomarge wird mit 60,3 Basispunkten (BP) nach 51,1 BP ausgewiesen.

Erwartungen zum Reingewinn deutlich übertroffen

Mit dem ausgewiesenen Zahlenset hat die Gruppe die Markterwartungen auf Stufe Reingewinn deutlich übertroffen, bezüglich AuM und Nettoneugeldzufluss aber verfehlt. Von AWP befragte Experten rechneten im Durchschnitt mit einem Reingewinn von 91,7 Millionen Franken und verwalteten Vermögen von 119,3 Milliarden Franken. Beim Nettoneugeld hatten die Analysten einen Zufluss erwartet.

GAM hat sich bezüglich dem Wachstum der Netto-Neugelder ein neues mittelfristiges Ziel gesetzt. Die Gruppe strebe einen nachhaltigen Wachstumstrend bei den Neugeldzuflüssen an, mit einer annualisierten Wachstumsrate der verwalteten Vermögen von 5-10 Prozent sowohl im Investment Management als auch im Private Labelling, heisst es. Beim Aufwand-Ertrags-Verhältnis lautet das Ziel weiterhin 60-65 Prozent.

Bezüglich der Perspektiven sagte CEO David Solo in der Mitteilung: «Die scharfe Marktkorrektur im Juni schmälerte unser Vertrauen in die Zukunft unserer Gruppe nicht». Die Gruppe sei gut aufgestellt, um auf lange Sicht Wert für ihre Kunden und Aktionäre zu schaffen.

(chb/aho/awp)

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