Der Bildschirm der Endanwender ist oft nur noch ein Spiegel der Prozesse, die geschützt im Rechenzentrum des Unternehmens ablaufen. Dahinter verbirgt sich nicht nur eine Veränderung am Ausgabegerät, das nur noch eine Mittlerfunktion zwischen Nutzer und Rechenzentrum hat, egal, ob nun auf dem Schreibtisch oder unterwegs auf dem PDA. Dazu gehören auch Veränderungen im Rechenzentrum selbst. Diese bemerkt der Nutzer nicht, sie ermöglichen aber erst die «neue Art des Desktops». Und in Zukunft wird es auch hier noch Veränderungen geben. Das Rechenzentrum wird Teil eines grossen virtuellen Ganzen werden, das Rechnerleistung, Softwarebereitstellung und -betrieb, Storage, Backup, Kontakte und vieles mehr umfasst. Der Nutzer bekommt den seinen Bedürfnissen entsprechenden Arbeitsplatz, die Ressourcen werden aus dem World Wide Web zusammengestellt – die Zukunft heisst Cloud Computing.

Immer auf dem neuesten Stand

In einer virtualisierten Desktop-Umgebung arbeitet jeder Nutzer an einem für ihn konfigurierten Gerät, das eigentlich nur ein Bereich auf einem Server ist. Er hat einen individuellen Desktop oder Laptop und kann per Definition genau die Ressourcen nutzen, die er benötigt. Da diese Konfiguration auf ihn zugeschnitten ist, muss er keine Ressourcen teilen, was die Performance eines Gerätes verlangsamen könnten. Er nutzt die neueste Software, kann seine Applikationen von unterschiedlichen Arbeitsplätzen aus ansprechen, bei Störungen kann der Administrator sofort eingreifen – egal, wo sich Rechner und Administrator gerade befinden.

Auch für mobile Anwendungen

Dass an seinem Arbeitsplatz jetzt trotz der verbesserten Funktionalität nur noch ein Thin Client steht, der die Arbeitsoberfläche und Applikationen nicht mehr beherbergt, sondern nur noch anzeigt, nimmt der Nutzer in der Regel nicht wahr. Verändern sich seine Anforderungen, etwa in Bezug auf Speicherplatz oder Prozessorleistung, kann der Administrator den Arbeitsplatz aufwerten, ohne Schraubenschlüssel und Chips.

Anzeige

Doch auch mobile Anwender haben einen Nutzen von der Virtualisierung: Sie haben keine Probleme mehr mit der Sicherheit des Zugriffs oder ihrer Endgeräte. Die Datensicherheit und -speicherung wird im Rechenzentrum verantwortet.

Unter dem Strich bringt eine vollständige Virtualisierung, die Desktops, Applikationen und Server umfasst, auch in den Augen der Nutzer fast nur Vorteile – bei gleicher oder besserer Performance. Virtualisierung ist also die State-of-the-Art-Antwort auf viele, wenn auch lange nicht alle Fragen in der IT – heute und morgen.