Der Airline-Caterer Gategroup übernimmt das schwedische Unternehmen Inflight Service Group (IFS). Die Übernahme soll den Umsatz um 240 Millionen Franken und den EBITDA um 13,4 Millionen Franken pro Jahr steigern, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Kaufpreis beträgt laut den Angaben 130 Millionen Franken.

Die Transaktion komplementiere das bestehende Geschäftsfeld von Gategroup und mache sie zur Marktführerin im Bereich Buy-on-Board-Dienstleistungen, heisst es in der Mitteilung weiter. IFS sei der führende Buy-on-Board-Anbieter für Fluggesellschaften in Europa und insbesondere auf Skandinavien und das Baltikum fokussiert. Das Unternehmen beschäftigt rund 300 Mitarbeiter in fünf Ländern. Bislang war es im Besitz von Fonds, die von Triton beraten werden.

Grünes Licht der Kartellbehörden nötig

Mit dem Kauf erhalte die Gategroup die Onboard-Technologie und Daten zu Kaufpräferenzen von mehr als 175 Millionen Passagieren, heisst es weiter. Buy on Board sei zu einem Schlüsselsegment der Boardverpflegung geworden, da bereits etwa 50 Prozent des Kurzstreckenverkehrs, auf dem es keinen Gratisservice gibt, in Europa von Low Cost Carrier bedient werden.

Anzeige

Diese Transaktion soll gemäss der Mitteilung das Ergebnis je Aktie (EPS) im ersten Jahr um 12 Prozent und im zweiten Jahr um 16 Prozent steigern. Die Übernahme werde vollständig über die bestehenden Kreditlinien finanziert, schreibt das Unternehmen weiter. Die Transaktion braucht noch den Segen der Kartellbehörden und soll bis Februar 2016 abgeschlossen werden. «Die Transaktion ist viel mehr als nur eine wertsteigernde Akquisition», lässt sich Gategroup-CEO Xavier Rossinyol in der Mitteilung zitieren. «Sie ist überdies ein klarer Schritt auf dem Weg zur Schaffung des grössten Buy-on-Board-Anbieters in der Luftfahrtindustrie.»

Börse reagiert erfreut

Der Vorstoss der Gategroup nach Norden kommt bei den Aktionären gut an. Der Titel der Bordverpflegungsfirma legte am Mittwoch in einem festeren Markt um 5,1 Prozent auf 42,50 Franken zu. Dies ist der höchste Stand seit Mai 2011. Die Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) beurteilen die Übernahme als positiv. Sie führe bereits im ersten Jahr zu einer Gewinnverdichtung.

(awp/reuters/mbü/ama)