Die Gategroup ist im vergangenen Geschäftsjahr 2014 umsatzmässig zwar praktisch an Ort getreten, hat den Gewinn aber klar gesteigert. Der Verwaltungsrat schlägt eine um 50 Prozent erhöhte Dividende vor und präsentiert drei neue Mitglieder für das Gremium.

Der Umsatz des Airline-Caterers erhöhte sich im Berichtsjahr um 0,2 Prozent auf 3,01 Milliarden Franken. Dem zugrundeliegenden organischen Wachstum (+5,0 Prozent) und dem geringen Volumenwachstum (+0,4 Prozent) seien Vertragsauflösungen und Nettoveräusserungen (-2,3 Prozent) sowie negative Währungsveränderungen (-2,9 Prozent) gegenübergestanden, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Unverändertes Ebitda

Das ausgewiesene Ebitda betrug 168,6 Millionen Franken und war damit ebenfalls praktisch gleich hoch wie im Vorjahr mit 168,1 Millionen, mit einer entsprechend ebenfalls stabilen Marge von 5,6 Prozent. Airline Solutions profitierte den Angaben zufolge von einem starken Anstieg der Profitabilität in Europa und kontinuierlichen Beiträgen aus den aufstrebenden Märkten, hat jedoch schwächere Ergebnisse in Nordamerika verzeichnet. Product and Supply Chain Solutions habe die Dynamik beibehalten, vor allem wegen des besseren Abschneidens von deSter und Pourshins.

Der Reingewinn konnte derweil mit 40,8 Millionen Franken (VJ 21,0 Millionen) fast verdoppelt werden. Wesentlich dazu beigetragen habe ein gegenüber dem Vorjahr geringerer Netto-Finanzaufwand, heisst es dazu.

Gewinn vor Abschreibungen unter Erwartungen

Die Zahlen lagen beim Ebitda etwas unter den Erwartungen. Analysten (AWP-Konsens) hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 3,00 Milliarden und einen Ebitda von 172,3 Millionen Franken prognostiziert.

Das Management zeigt sich insgesamt zufrieden: «Für Gategroup war das Jahr 2014 ein Jahr der Meilensteine, in dem sich die Performance stabilisierte und sich eine positive Geschäftsdynamik bemerkbar machte», wird Noch-CEO Andrew Gibson in der Mitteilung zitiert.

50 Prozent mehr Dividende

Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 0,45 Franken pro Aktie vor, was im Vergleich zum Vorjahr (0,30 Franken) einer Steigerung um 50 Prozent bedeuten würde.

Der Verwaltungsrat, der wegen seiner Performance unter Druck von einigen Hedgefonds steht, präsentiert drei neue Kandidaten zur Wahl in das Gremium: Es sind dies die drei «führenden Airline-Executives» Paolo Amato, David Barger und Julie Southern. Neil Brown und Brian Larcombe werden dagegen nicht mehr antreten. Traktandiert für die Generalversammlung vom 16. April ist ebenfalls die Wiederwahl von Andreas Schmid als Vorsitzender des Verwaltungsrats. Ihn wollen die aufmüpfigen Aktionäre abgewählt haben.

(awp/ise/ama)

 

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