Der Bordverpfleger Gategroup, der wohl bald von China aus gesteuert wird, hat ein Traktandum der Generalversammlung vom Donnerstag gestrichen. Die Aktionäre werden nicht über die Vergütung der Geschäftsleitung im nächsten Jahr abstimmen.

Der Verwaltungsrat sei nach Gesprächen mit wichtigen Aktionären und dem Stimmrechtsberater zum Schluss gekommen, dass dieser Antrag einer Überarbeitung bedürfe, teilte das Unternehmen mit. Das Traktandum werde deshalb nicht zur Abstimmung kommen. Der überarbeitete Antrag soll den Aktionären an der nächsten Generalversammlung vorgelegt werden.

Unzufriedene Aktionäre

Ende März hatten Vertreter von Minderheitsaktionären in einem offenen Brief zum Widerstand gegen die Vergütungen des Managements aufgefordert. Die Vergütungen seien von 2014 auf 2015 massiv gestiegen, kritisierten die Aktionäre. Sie forderten dazu auf, den Vergütungsbericht für 2015 abzulehnen. Ob die Überarbeitung des Antrags für die Vergütungen im nächsten Jahr damit zusammenhängt, ist unklar. Das Unternehmen begründete den Schritt in der Mitteilung nicht näher.

(sda/chb)