Beim Gategroup-Ableger Gate Gourmet am internationalen Flughafen von Los Angeles herrscht dicke Luft. Der Schweizer Konzern wird von Mitarbeitern vor die Richter gezerrt, weil man ihnen offenbar verbot, während der Arbeit Spanisch zu sprechen, berichtet «El Diario de Juarez».

14 Personen sind Kläger und werden vom Fondo Mexicoamericano para la Defensa Legal y Educativa (Maldef) vor dem Obergericht des Staates Kalifornien (Supreme Court of California) gegen Gategroup vertreten.

Schadenersatz in unbekannter Höhe gefordert

Die Kläger behaupten, Gategroup hätte ihnen gedroht, wenn sie am Arbeitsplatz Spanisch sprechen würden, folgte sofort der blaue Brief. Diese Regel hätte Gategroup auch während den Essenszeiten und in den Pausen versucht durchzusetzen.

Die Kläger machen Diskriminierung geltend und verlangen Schadenersatz – die Höhe ist der Anklageschrift nicht zu entnehmen. In Kalifornien dürfen Firmen laut Gesetz ihren Arbeitern nicht verbieten, in ihrer Muttersprache statt in Englisch miteinander zu reden, wenn dies für die Arbeit nicht nötig ist.

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Keine Regel, nur Englisch zu sprechen

Auf Anfrage teilte Gategroup mit, man wisse von einer solchen Klage, doch sei sie der Firma noch nicht zugestellt worden. Da es ein laufendes Verfahren sei, könne man es nicht kommentieren. Gate Gourmet habe jedoch keine Regel, die nur Englisch als Sprache erlaube. Man spreche mit den Mitarbeitern selbstverständlich verschiedene Sprachen und in Los Angeles auch Englisch und Spanisch.

Die Mitarbeiter würden alle Informationen, die zur Arbeit benötigt würden, in Spanisch oder Englisch erhalten und man sei stolz, dass man auch Nicht-Englisch-Sprechende integrieren könne und zur Mitarbeiterschaft zähle.