Der Hauptaktionär der Cembra Money Bank, die amerikanische General Electric (GE), hat am Morgen seinen 31,54 Prozent-Anteil an der Bank an diverse institutionelle Investoren komplett verkauft. Dabei hat Cembra selbst rund 1,8 Millionen eigene Aktien, oder rund 6,0 Prozent der Anteile, für 100 Millionen Franken in einem Aktienrückkauf erworben, wie die Bank am Donnerstag mitteilt.

Der Preis pro Aktie belief sich auf 55,50 Franken (Schlusskurs 6.5. 58,80 Franken), heisst es weiter. Der Verkauf der Beteiligung wurde im Rahmen eines beschleunigten Book-Building-Verfahrens über die Tochtergesellschaft GE Capital Swiss Funding abgewickelt.

Rückkauf aus Gewinnreserven

Der Rückkauf wird aus Gewinnreserven finanziert und erfolge in Übereinstimmung mit der im Februar veröffentlichten Absicht, Überschusskapital für Aktienrückkäufe zu verwenden, schreibt Cembra weiter. Da sich dadurch die Kapitaleinlagereserven nicht reduzieren, sei man weiterhin in der Lage, verrechnungssteuerfreie Dividendenausschüttungen vorzunehmen, betont die Bank.

Für Cembra ergeben sich durch den Beteiligungsverkauf zusätzliche Emissionsabgaben von bis zu 3,4 Millionen Franken vor Steuern (2,7 Millionen nach Steuern) sowie ein zusätzlicher nominaler Steuervorteil von bis zu 16,3 Millionen. Dieser werde im Abschluss nach US GAAP als Anpassung des Eigenkapitals erfasst. Entsprechend passt Cembra den erwarteten Gewinn pro Aktie für 2015 neu auf eine Bandbreite von 4,60 bis 4,80 Franken an, von zuvor 4,50 bis 4,70 Franken.

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Börsenkurs sinkt

Cembra will die erworbenen Titel als eigene Aktien halten und über deren Verwendung zu gegebener Zeit entscheiden. Der Anteil der sich im Streubesitz befindlichen Aktien steigt mit der Transaktion auf rund 94 Prozent.

Aktuell notiert die Cembra-Aktie um 5,4 Prozent tiefer auf 55,60 Franken.

(awp/ise/ama)