General Electric wolle sein Schweizer Konsumkreditgeschäft abstossen, hiess es Ende letzten Jahres. Es gebe mindestens zwei Interessenten, die sich an dem Bieterverfahren beteiligen wollten. Genannt wurden die UBS und die Raiffeisen-Gruppe. Doch nun geht die im Kreditkarten- und Konsumkreditgeschäft tätige GE Money Bank an die Schweizer Börse SIX. Alle Aktien, die derzeit von der GE Capital gehalten werden, sollen dabei angeboten werden.

Das Angebot soll je nach Marktumfeld voraussichtlich bis Ende Jahr erfolgen, teilt die GE Money Bank mit. Um sicherzustellen, dass der Übergang von der heutigen GE Money Bank zu einer unabhängigen Gesellschaft gewährleistet sei, werde die heutige Muttergesellschaft GE Capital auch nach dem geplanten Börsengang eine enge Beziehung zu GE Money Bank unterhalten, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Kreditrahmen von einer Milliarde

Obwohl sich die Restbeteiligung an GE Money Bank im Laufe der Zeit verringern werden, verpflichte sich GE Capital, während eines Jahres eine wesentliche Mehrheitsbeteiligung am GEMB beizubehalten. Zudem werden GE Capital auch weiterhin eine wichtige Finanzierungsquelle für GE Money Bank bleiben, indem sie der Gesellschaft einen Kreditrahmen über bis zu einer Milliarde Franken über einen Zeitraum von fünf Jahren nach dem Angebot einräumt.

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Nach dem Angebot werde GE Capital zunächst mit zwei Mitgliedern im Verwaltungsrat vertreten sein. Gleichzeitig soll das Unternehmen in Cembra Money Bank umbenannt werden.

(sda/se/moh)