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Gebäudetechnik im Umbruch

Gebäudetechnik 2020 - steht der Branche ein grundlegender Wandel bevor? So lautete das Thema des 6. Schweizer Haustech Planertages. Fast 500 Teilnehmer fanden im Zürcher Kongresshaus ein.

Von Paolo D’Avino
am 03.03.2011

Soll in Zukunft nur noch nach Minergie-Standard gebaut werden? Werden neuartige Technologiesysteme wie Solar-Hybridkollektoren Strom und Wärme produzieren? Oder mit welchen neuen Anwendungen und Entwicklungen kommen wir zu mehr Energieeffizienz in der Gebäudetechnik? Zu diesen und vielen weiteren Fragen referierte am Planertag ein Expertenkreis, der sich aus Forschern der ETH und Schweizer Hochschulen sowie Planern, Ingenieuren aus der Praxis und Vertretern von Bund und Kantonen zusammensetzte. «Offenbar hat ‹Haustech› mit dem breit angelegten Themenspektrum und mit der Wahl der Referenten voll ins Schwarze getroffen», meinte Tagungsleiter Urs Rieder, Leiter Abteilung Gebäudetechnik an der Hochschule Luzern.

Das Tagungsthema machte Rieder an den Umweltzielen, die sich die Zürcher Bevölkerung vor Kurzem mit der 2000-Watt-Gesellschaft gesteckt hat, fest. «Wollen wir die Ziele bis ins Jahr 2020 erreichen, geht das nur auf einem gemeinsamen Weg», sagte er und ergänzte, dass die Gebäudetechnik einen nicht unerheblichen Beitrag dazu leisten könne. Der Energiebedarf und die CO2-Emissionen in den Gebäuden müssten reduziert werden, was bedeutet, nach alternativen und erneuerbaren Energiequellen zu suchen.

«Die Abhängigkeit von den Ölförderstaaten ist zu gross und viel zu unsicher, wie es die politischen Unruhen in den arabischen Staaten im Mittelmeerraum deutlich zeigen.» Rieder gab sich überzeugt, dass Planer, Ingenieure, aber auch Forscher und Dozenten der Hochschulen mit innovativen Ideen und neuen Technologien mithelfen werden, den Wandel in der Energie- und Klimapolitik in die Wege zu leiten. «Der heutige Planertag soll die Debatte für zukunftsweisendes Bauen in der Gebäudetechnik vorantreiben.»

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