Der Börsenliebling Geberit kommt seit Monaten nicht mehr so recht vom Fleck. Nach dem Allzeithoch von 222 Fr. im vergangenen Februar pendelt die Aktie um 220 Fr. In den vergangenen Tagen brach die Aktie in einem allgemein nervösen Umfeld um über 5% ein und notierte zuletzt noch bei 195 Fr.

Der Kursrückgang hat allerdings keinen direkten Bezug zur unternehmerischen Leistung von Geberit. Die Aktie ist mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,8 bereits stattlich bewertet. Nervöse Anleger dürften derzeit ihre Kursgewinne realisieren. Das allerdings bietet Interessierten die Gelegenheit zum Einstieg. Hinzu kommen Marktgerüchte, dass sich bei Geberit Veränderungen im Aktionariat einstellen sollen. Doch bisher hat sich kein Grossinvestor zu erkennen gegeben. Einzig die britische Barclays hält über 5% der Aktien. Für alle Fälle hat Geberit aber ein Abwehrdispositiv entwickelt.
Am 9. August informiert Geberit über den Geschäftsgang des 1. Halbjahres 2007. In seinem jüngsten Interview liess CEO Albert Baehny gegenüber «Le Temps» Anfang Juli verlauten, dass sich die Geschäfte «sehr gut» entwickeln – ausser in den USA, wo die Immobilienkrise grassiert. Für das 2. Quartal erwartet Baehny einen ähnlichen Geschäftsgang.