Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im ersten Halbjahr 2015 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 1,31 Milliarden Franken gesteigert, bereinigt um die Währungseinflüsse und vor allem um die Akquisition von Sanitec ergab sich ein organisches Plus von 2,5 Prozent. Wesentlich beeinflusst war das Umsatzwachstum durch die seit dem 1. Februar konsolidierte Sanitec sowie durch Währungseinflüsse im Anschluss an die Aufhebung des Mindestkurses zum Euro durch die SNB, wie Geberit mitteilt. Das positive Wachstum sei trotz des Währungsrabatts in der Höhe von 10 Prozent im Schweizer Markt, einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld in vielen europäischen Märkten sowie einer überaus starken Vorjahresvergleichsperiode zustande gekommen.

Dabei erreichte das währungsbereinigte, organische Wachstum im zweiten Quartal 3,0 Prozent, womit sich das Wachstumstempo gegenüber dem ersten Quartal (+2,0 Prozent) etwas beschleunigt hat.

Reingewinn unter Vorjahreswert

Der Ebitda reduzierte sich um 7,0 Prozent auf 329,3 Millionen und der Ebit um 15,1 Prozent auf 267,8 Millionen. Die Ebitda-Marge sank dabei um 3 Prozentpunkte auf 25,2 Prozent, wie das Unternehmen mitteilt. Der Reingewinn fiel um 20 Prozent unter den Vorjahreswert auf 218,5 Millionen Franken zurück. Hier sind negative Effekte durch die Übernahme der skandinavischen Sanitec enthalten.

Ohne diese Effekte hätte der Ebitda um 5,5 Prozent auf 373,2 Millionen Franken zugelegt und die entsprechende Marge bei 28,5 Prozent gelegen. Der adjustierte Reingewinn sank um 1,2 Prozent auf 269,5 Millionen.

Damit hat Geberit die Erwartungen der Analysten mit dem operativen Gewinn nicht ganz erreicht, mit dem Reingewinn aber praktisch eine Punktlandung hingelegt. Der nicht um die Sanitec-Einflüsse bereinigte AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1,32 Milliarden Franken, für den Ebitda bei 334 Millionen, für den Ebit bei 273 Millionen und für den Reingewinn bei 219 Millionen.

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Die negativen Einmaleffekte aufgrund der Sanitec-Akquisition betrugen auf Stufe Betriebsergebnis 58 Millionen Franken und auf Stufe Nettoergebnis 51 Millionen.

Mit Blick auf die um die Sanitec-Einflüsse adjustierten Zahlen schreibt Geberit, dass die Margen von leicht tieferen Rohmaterialpreisen positiv und durch die Währungsrabatte in der Schweiz, Währungseffekte, höhere Personal- und Pensionskosten und generell tiefere Margen des Sanitec-Geschäfts negativ beeinflusst worden seien.

Für das Gesamtjahr 2015 rechnet Geberit mit einem währungsbereinigten, organischen Wachstum des Nettoumsatzes von 2 Prozent bis 3 Prozent sowie beim Sanitec Geschäft mit einen währungsbereinigten Nettoumsatz auf Vorjahresniveau. Die adjustierte operative Cashflow-Marge für das Gesamtjahr sollte rund 26 Prozent erreichen.

(awp/chb)