Nach dem Gewinnknick im Vorjahr hat Geberit wieder mehr verdient. Der Reingewinn legte um 2,2 Prozent auf 392,3 Millionen Franken zu. Der Betriebsgewinn (Ebit) verbesserte sich um 2,9 Prozent auf 462,3 Millionen Franken.

Die Belastung durch den starken Franken, der im Vorjahr noch den Gewinn deutlich nach unten gezogen hatte, nahm ab. Dennoch verlor Geberit auch 2012 rund 8 Millionen Franken an Betriebsgewinn durch die starke heimische Währung, wie Europas grösster Sanitärtechnikkonzern bekannt gab.

Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten knapp getroffen. Diese hatten im Durchschnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Betriebsgewinn von 463,7 Millionen Franken und einem Reingewinn von 395 Millionen Franken gerechnet.

Mehr Umsatz

Den Umsatz konnte Geberit - wie bereits im Januar bekannt gegeben - um 3,1 Prozent auf 2,189 Millionen Franken steigern. Nach einer Abschwächung im Herbst hätten sich die meisten Märkte wieder erholt, hiess es. Die Umsätze stiegen in Europa währungsbereinigt um 4,7 Prozent und in Nahost/Afrika gar um 5,6 Prozent.

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Österreich, die nordischen Länder und Zentral- sowie Osteuropa stachen dabei mit zweistelligem Wachstum heraus. Preisreduktionen hingegen liessen den Umsatz in der Schweiz um 4,4, in Italien um 6,6 und auf der iberischen Halbinsel sogar um 19,5 Prozent schrumpfen. In Amerika legte Geberit um 2,6 Prozent und in Fernost/Pazifik um 1,5 Prozent zu.

Beim Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013 zeigt sich Geberit wie gewohnt unverbindlich. Aufgrund des herausfordernden Umfelds werde das Geschäftsjahr 2013 anspruchsvoll, hiess es. Im Hauptabsatzgebiet Europa dürfte die Bauindustrie wegen der Sparmassnahmen der schuldengeplagten Staaten insgesamt schrumpfen.

(tke/chb/sda)