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Kreislaufwirtschaft
Gebrauchte Kleider sind ein wertvoller Rohstoff

Texaid-Mitarbeiterin in Uri: Sortiert die besseren Kleidungsstücke.

Mit dem Recycling von Altkleidern hat die Firma Texaid erneut einen Millionengewinn erwirtschaftet.

Veröffentlicht am 19.06.2018

Die Firma Texaid hat im Jahr 2017 mit der Wiederverwertung von ausgedienten Kleidern, Schuhen und Haushaltstextilien 7,8 Millionen Franken erwirtschaftet. Der Erlös kam wie seit Jahren karitativen Organisationen zu.

Die Texaid und ihre Tochtergesellschaft Contex sammelten im Verlauf des vergangenen Jahres insgesamt 36'000 Tonnen alte Textilien ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dies entspreche rund 140 Millionen Kleidungsstücken. 

36'000 Tonnen Altkleider

Der Erlös aus dem Verkauf tragbarer Altkleider betrug 2017 eine halbe Million Franken mehr als im Vorjahr (7,2 Millionen). Dabei blieb die Menge der gesammelten Kleider, Schuhe und Haushaltstextilien mit rund 36'000 Tonnen praktisch unverändert. Zu dieser positiven Entwicklung trug erneut eine Effizienzsteigerung bei. 2015 hatte Texaid noch 6,2 Millionen Franken eingenommen. 

Vom Erlös für 2017 gingen rund 2,6 Millionen an die sechs an Texaid beteiligten Hilfswerke: das Schweizerische Rote Kreuz, Caritas Schweiz, Winterhilfe Schweiz, Solidar Suisse, Kolping Schweiz und Heks. Weitere 5,2 Millionen wurden an Samaritervereine und andere gemeinnützige Organisationen ausgeschüttet. 

Der Pöstler als Kleidersammler 

Texaid wurde 1978 als Charity-Private-Partnership gegründet. Mit dem Hauptsitz im Kanton Uri und Niederlassungen in Deutschland, Österreich, Bulgarien, Ungarn und Marokko zählt das Unternehmen laut eigenen Angaben zu den führenden Dienstleistern für Textilrecycling in Europa

Um die selbstverursachten CO2-Emissionen zu reduzieren, spannt das Unternehmen seit 2017 mit der Schweizerischen Post zusammen. Die Pöstler nehmen die weissen Altkleidersäcke bei ihrer täglichen Tour mit und vermeiden damit gleichzeitig Leerfahrten. Die klassische Art der Altkleider-Strassensammlung wurde deshalb in den meisten Regionen der Schweiz eingestellt.

(sda/ise/tdr)

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