Es kommt - und ist mitunter auch ein Teilverdienst des Q5 - nicht von ungefähr, dass Audi sowohl international wie national trotz globaler Krise im Automobilgeschäft zu den Gewinnern zählt. Und damit zu den raren Ausnahmen. Im Vorjahresvergleich legten die Ingolstädter beispielsweise allein im Juli weltweit um 2,1% auf 85000 Verkäufe zu und stiegen, auch dank eines äusserst starken Geschäfts in China, zur führenden Premiummarke auf. Nimmt man die globalen Verkäufe seit Jahresbeginn als Massstab, so resultierte zwar im Vergleich mit dem Rekordjahr 2008 und 551900 verkauften Audis ein Minus von 8,1%; diese Zahl fällt aber weitaus weniger dramatisch aus als die Einbrüche der Mitbewerber, allen voran aus dem engeren deutschen Umfeld.

Ähnlich Positives lässt sich für die Schweiz berichten. Hier liegt die Marke mit den Ringen ebenfalls weit vor der Konkurrenz. 1441 Audis wurden im Juli verkauft, seit Jahresbeginn brachte es Audi hierzulande auf 9572 Immatrikulationen und damit hinter ihrer Mutter VW auf den 2. Platz der nationalen Markenbestenliste. Das ist wohl das schönste Geburtstagsgeschenk, das sich Audi zum 100-jährigen Bestehen machen kann.

Ein überlegenes Technikpaket

Klar, allein am Q5 liegt die momentane Erfolgsgeschichte nicht, vielmehr ist es die breite, alle Bedürfnisse und Ansprüche abdeckende Palette, die für den Vorsprung sorgt. Aber gerade der Performance-SUV, eine Bezeichnung, zu der Audi greift, um die Überlegenheit der Q-Reihe zu untermauern, widerspiegelt all die Tugenden, welche der Marke zur aktuellen Beliebtheit verhelfen. Der hochvariable Innenraum, der permanente Allradantrieb quattro und das agile Fahrwerk bilden das überlegene Technikpaket für Autobahn wie Schotterpiste, ergänzt im Bereich der Optionen mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe S tronic und dem Fahrdynamiksystem Audi drive select. Letzteres managt die Gasannahme des Motors, die Servounterstützung für die Lenkung und die Schaltpunkte der S tronic im Automatikmodus. Per Tastendruck legt der Fahrer fest, ob er sich diese Funktionen besonders komfortabel, ausgewogen oder sportlich wünscht. Zugegebenermassen erreicht diese Wahlfreiheit relativ rasch den Status «Schon gesehen» - Spass machts alleweil, die feinen Differenzen zu erfahren.

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Kein Minderwertigkeitskomplex

Gar in den Bereich des Luxus aus der Oberklasse rutscht der Q5, wenn er mit der Einparkhilfe und der Rückfahrkamera, mit dem Spurhalteassistenten oder dem Abstandswarner ausgerüstet wird. Da erreicht der «kleine Bruder» des Q7 den Standard des grössten SUV Europas - einen Minderwertigkeitskomplex braucht er trotz wesentlich kleinerer Länge (-50 cm), Breite (-10 cm) und Höhe (-8 cm) dennoch nicht zu haben.

Zur Auswahl stehen vier Motoren. Der 2-Liter-Common-Rail-Diesel im Testfahrzeug überzeugte mit hoher Laufkultur und sportlichem Drehmoment.