Man wundert sich noch heute über die Weitsicht der Pioniere des Technoparks Zürich. Das imposante Gebäude wurde mitten in eine Umgebung hineingepflanzt, die vom wirtschaftlichen Strukturwandel regelrecht umgepflügt worden war. In unmittelbarerer Nachbarschaft zum Technopark standen berühmte Indus- triehallen wie Escher-Wyss, Schoeller, Steinfels Seifen oder Maag Zahnräder, die ihre Produktion im Westen Zürichs aufgeben mussten.

Der Technopark Zürich, der vor 15 Jahren seine Türen öffnete, präsentierte einem staunenden Publikum drei neue Konzepte, die bis heute nichts an Aktualität eingebüsst haben. Erstens den Technologietransfer: Der Technopark richtet sich an junge Menschen, die sich im universitären Umfeld mit neuen Technologien auseinandersetzen und diese Ideen zur Marktreife bringen wollen. Dabei ist der Technopark die Geburtsstätte, wo Erfindungen dank Know-how und Netzwerken zur Innovation und letztlich zur Geschäftsidee heranreifen.

Zweitens rückte der Technopark eine neue Generation von Unternehmern ins Bewusstsein: Die Jungunternehmer. Heute sind sie in aller Munde, vor 15 Jahren galten sie aber noch als Exoten.

Und drittens schrieb sich der Technopark Zürich das Thema Innovation auf die Fahne. Denn ohne Innovation, und das ist die feste Überzeugung der Gründer und Betreiber des Technoparks, gibt es weder eine Erneuerung der Wirtschaft noch kommt es zur Gründung von neuen Unternehmen, die dereinst die Marktführer und Weltkonzerne von morgen sein werden. Deshalb hat der Standort des Technoparks mitten im einst prosperierenden Industriequartier Zürich einen derart wichtigen Symbolcharakter.

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Der Erfolg dieser privatwirtschaftlich finanzierten Institution lässt sich an verschiedenen Parametern messen. 83% aller Firmen, die in den vergangenen 15 Jahren ihren Sitz im Technopark hatten, existieren noch heute. Zudem sind mindestens 1500 neue, nachhaltige Arbeitsplätze geschaffen worden. Kommt hinzu, dass die Technopark-Idee begeisterte Nachahmer in der Schweiz (Aargau, Luzern und Winterthur) wie im Ausland gefunden hat.

Kein Wunder, sagt Bundesrätin Doris Leuthard: «Zentren wie der Technopark Zürich, die Technologie und Wissen vernetzen, sind für den Innovationsplatz Schweiz nicht mehr wegzudenken.» Und Richard Ernst, Nobelpreisträger für Chemie: «Der Technopark hat in der Schweiz Pionierdienste geleistet. Seine Eröffnung vor 15 Jahren schloss eine grosse Lücke zwischen Hochschulforschung und industrieller Realisierung.»