Die globale Kreditkrise hat die Finanzmärkte und Banken erschüttert und das Management vor eine eigentliche Bewährungsprobe gestellt. Der dramatische Wandel in den Rahmenbedingungen hat die Schönwetter-Kapitäne weggefegt. Nun kommen die Aufträumarbeiten. Sie erfordern in einigen Fällen eine Neudefinition der Unternehmensstrategien.

Die Führungscrews sämtlicher Banken sind gefordert, nicht nur jene der Schweizer Banken. Sie müssen die neuen Rahmenbedingungen schnell und richtig interpretieren, rasch auf veränderte Situationen reagieren.

Wichtig ist dabei die angemessene, richtige und effiziente Information und Kommunikation der Stakeholder: Der Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre. Je besser die Top-Manager mental auf solche Ereignisse vorbereitet sind, desto effizienter können sie diesen Herausforderungen begegnen.

Globale und nationale Regeln

Der neue international konzipierte und dotierte Lehrgang zum Executive MBA in Banking and Financial Institutions Management wurde zwar in ruhigeren Zeiten konzipiert, entspricht aber angesichts des heutigen frostigen Klimas an den Finanzmärkten einem echten dringenden Bedarf. Denn jetzt sind Managementkapazitäten gefragt, die den abrupten Wechsel in den Rahmenbedingungen als Chancen zu packen wissen und die Integration und die Interdependenz der globalen Märkte für kundengerechte Innovationen zu nutzen wissen.

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Das Top-Management muss neue Trends im Banking und in der damit verwobenen Technologie frühzeitig erkennen und sie kundengerecht auf nationalen und globalen Märkten umsetzen.

In diesem Umfeld sind Banken und Finanzinstitute nicht nur gefordert, sie tragen als eigentlicher Wirtschaftsmotor auch eine grosse Verantwortung. Dies trifft nicht nur für das Bankmanagement zu. Vor allem für global aktive Finanzinsitute gilt es, die Aufsichtsregeln in den einzelnen nationalen Märkten zu respektieren und so die Reputation der Bank in all diesen Märkten zu wahren und zu festigen. Das Bankmanagement muss auf lokale Regulierungen achten und globale Standards einhalten.

Dies erfordert neben einem profunden Verständnis für Compliance-Fragen auch ein feines Gespür für die Veränderungen in der öffentlichen Meinung, die zwangsläufig zu einem neuen Wertgefüge in der Politik und in der Rechtsetzung führen. Dies wiederum definiert die künftigen Rahmenbedingungen für die Finanzinstitute. In diesem Umfeld des Informationszeitalters ist die richtige, adäquate und rechtzeitige Information und Kommunikation erfolgskritisch. Nur wer im fachlicher Hinsicht im Finanzwesen sattelfest ist, ist auch fähig, die richtigen Informationen zur richtigen Zeit verständlich zu vermitteln.

Mekka für High Potentials

Hier setzt der neue, bewusst international gehaltene anspruchsvolle Lehrgang zum Master of Banking Arts (Executive MBA in Banking and Financial Institutions Management) an. Das Swiss Finance Institute und die New York University Stern School of Business verfügen gemeinsam über den wohl bedeutendsten Pool an Finanzprofessoren. Diese haben ein anforderungsreiches Ausbildungsprogramm konzipiert. Die insgesamt fünf Ausbildungsmodule werden während einer Periode von 18 Monaten in Zürich, New York und Singapur durchgeführt. Dies erlaubt den Teilnehmern eine flexible berufsbegleitende Ausbildung, die ihnen einen vertieften Einblick in die Theorie und Praxis des modernen Finanzwesens und eine interdisziplinäre vernetzte Denkweise vermittelt.

Als Zielgruppe wurden sogenannte High Potentials aus dem Finanzdienstleistungsbereich definiert, mit rund 10 bis 20 Jahren Praxis- und Führungserfahrung. Ihnen soll das Kursprogramm auch die Chance vermitteln, Erfahrungen bezüglich «Best Practise» mit anderen Kursteilnehmern und Lehrkräften auszutauschen und ihre Führungsqualitäten sowie ihr Netzwerk durch Diskussionen mit erfahrenen Managern mit sehr verschiedenem kulturellen Hintergrund weiter auszubauen und zu festigen.

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Das dadurch erworbene kostbare Wissen über das Zusammenspiel und die Interdependenzen zwischen Banking und Finance befähigt die Teilnehmer zu einer fundierteren zukunftsträchtigen Entscheidungsfindung in ihren angestammten Organisationen. Die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten wurden nicht zuletzt durch Fehlentscheide ausgelöst. Eine fundierte sorgfältige Ausbildung soll solche Risiken in Zukunft minimieren.

Internationaler Wettbewerb

Angesichts des härter werdenden Wettbewerbs unter den internationalen Finanzplätzen ist es wichtig, dass der Finanzplatz Schweiz einen Spitzenplatz in der Ausbildung von international orientierten Führungskräften einnimmt. Die EMBA-Initiative des Swiss Finance Institute entspricht der globalen Ausrichtung des Finanzplatzes Schweiz und seiner auf hohen Qualitätsansprüchen beruhenden Reputation. Dies ganz im Sinne des Genfer Privatbankiers Pierre Mirabaud, der sich gleich bei Antritt seines Präsidiums bei Swiss Banking vor vier Jahren hartnäckig für die Verbesserung und Profilierung der Bankmanagement-Ausbildung in der Schweiz eingesetzt hat. Dabei soll auch die Forschung gefördert werden. Eines ist klar: Die Schweiz als Ausbildungsmekka für internationale Bankmanager wird die globale Ausstrahlung und die Reputation des Finanzplatzes stärken.

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