Frankreich jagt die beiden mutmasslichen Attentäter, die für den Anschlag auf die Satire-Zeitung «Charlie Hebdo» verantwortlich sein sollen. In der französischen Gemeinde Dammartin-en-Goële nahe des Flughafens Paris-Charles-de-Gaulle sollen sich die Terroristen in einer Druckerei verschanzt und Geiseln genommen haben. Anti-Terror-Einheiten und ein Grossaufgebot der Polizei sind vor Ort. Die örtlichen Behörden forderten die Bewohner auf, die Häuser nicht zu verlassen.

Mitten im wirren Geschehen ist auch ein Gebäude von Kuehne + Nagel. Der Schweizer Logistikkonzern hat ebenfalls im Nordosten von Dammartin-en-Goële an der Rue des Pres Boucher Büros. Die Geiselnahme findet laut Berichten im Gebäude der Druckerei Création Tendance Découverte gleich um die Ecke an der Rue Clément Alder statt. Ein Sprecher von Kuehne + Nagel bestätigt: «Die Geiselnahme findet nicht in unserem Bürohaus statt, aber unser Firmengelände ist in unmittelbarer Nähe zum Tatort.»

Flughafen Charles de Gaulle gesperrt

Der Konzern ist derzeit bemüht, Sicherheitsvorkehrungen für seine Mitarbeiter zu treffen. «Kuehne + Nagel trifft alle nötigen Massnahmen, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten», teilt der Sprecher mit. Genauere Informationen sind vom Unternehmen momentan nicht zu erfahren.

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Auch der Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle hat auf die Geiselnahme reagiert, berichtet Reuters: Sie hat die beiden Bahnen im Norden für Landungen gesperrt. Die landenden Flugzeuge werden auf die zwei Start- und Landebahnen im Süden des Flughafens verlagert. Gestartet werden könne weiter auch im Norden, sagte ein Sprecher des Flughafens am Freitag. Der Ort der Geiselnahme in Dammartin-en-Goële liegt nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt.

— Fam.M.W. Hardenbol (@plan6868) 9. Januar 2015
— dawn ash-kashani (@pixelpuss) 9. Januar 2015