Der neue CEO Edmond Michaan greift bei J. Safra Sarasin durch. Gemäss Recherchen der «Handelszeitung» hat er in den letzten Monaten gut zwei Dutzend Mitarbeiter entlassen. J. Safra Sarasin bestätigt, dass es zu Kündigungen kam. Das Institut begründet den Abbau mit der Integration von Sarasin und Safra Schweiz. Es sei «sehr sorgfältig» geschehen. Betroffen ist vor allem das Backoffice. Das Geldinstitut J. Safra Sarasin beschäftigte  2012 in der Schweiz 1313 Mitarbeiter.

«Es hat definitiv die Safra-Kultur Einzug gehalten», sagt ein langjähriger Sarasin-Mitarbeiter. «Das ist nicht mehr dieselbe Bank.» Die brasilianische J. Safra, nach wie vor in Familienbesitz, ist bekannt für ihr rigoroses Kostenmanagement und eine straffe Führungskultur.

Seit der Übernahme herrscht bei Sarasin Umbruchstimmung. Im Mai 2013 löste Michaan den damaligen CEO Joachim Strähle ab. 40 Mitarbeiter wechselten zu Notenstein, darunter die Leiter Institutionelle Kunden und Sustainable Investments. Die Kommunikationsverantwortlichen gingen; der Leiter Asset Management wechselte zu Julius Bär.

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