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Mischkonzern
Geldprobleme von HNA beschäftigen auch Airbus

Hainan Airlines: eine von zahlreichen HNA-Töchern.

Die Finanzprobleme der Swissport-Mutter HNA machen Airbus Probleme. Der Flugzeugbauer sitzt auf nicht-verkauften Fliegern.

Veröffentlicht am 12.07.2018

Die Finanzprobleme der Swissport Mutter HNA beschäftigen auch den europäischen Flugzeugbauer Airbus. Weil zu dem hoch verschuldeten chinesischen Mischkonzern gehörende Fluggesellschaften Zahlungen verschoben haben, sitzt Airbus derzeit auf noch nicht ausgelieferten Maschinen vom Typ A330 im Gesamtwert von möglicherweise mehr als einer Milliarde Dollar.

Nach Informationen aus Branchenkreisen schliesst der Flugzeugbauer aus, sich selbst um die Finanzierung zu kümmern. «Nach sechsmonatigen Gesprächen entschied Airbus, die Flugzeuge zurückzuhalten, da es nicht den Financier spielen will», sagte eine mit den Diskussionen vertraute Person am Mittwoch.

«Die Sache befindet sich in der Klärung»

Ein anderer Insider ergänzte: «Die Sache befindet sich in der Klärung.» Reuters-Reporter zählten auf oder in der Nähe des Auslieferungszentrums insgesamt sechs A330-Maschinen, die in der Farbe der HNA-Fluggesellschaften gestrichen waren. Sie sind nach Listenpreis zusammen 1,6 Milliarden Dollar wert.

Ein Airbus-Sprecher sagte, die Bedingungen der Verträge mit Kunden würden vertraulich behandelt. Von HNA war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

(reuters/gku/mbü)

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