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Geldprobleme: WHO setzt künftig auf den Franken

Ausgaben in Franken, Einnahmen in Dollar: Der WHO-Hauptsitz in Genf. (Bild: Keystone)

Um die Diskrepanz zwischen Einnahmen und Ausgaben zu verringern, sollen die Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation ihre Beiträge künftig in Schweizer Franken bezahlen. Die Finanzprobleme könnten s

Veröffentlicht am 27.11.2012

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt ihren 192 Mitgliedstaaten vor, ihre Beiträge künftig in Schweizer Franken statt in US-Dollar zu bezahlen. Damit will die Organisation vor dem Hintergrund der Frankenstärke ihr Budget-Defizit bekämpfen.

Dabei schlägt das Sekretariat den Mitgliedern zwei Optionen vor, wie es auf der WHO-Internetseite hiess. Entweder entrichten die Staaten jeweils die Hälfte ihres Beitrages in Franken und die andere Hälfte in US-Dollar, oder die Mitglieder bezahlen den ganzen Betrag in Schweizer Franken.

Mit der ersten Option würde sich das für zwei Jahre erwartete Budget-Defizit der WHO von 1,2 Milliarden auf 700 Millionen Dollar reduzieren. Die zweite Möglichkeit dürfte das Defizit auf 200 Millionen Dollar drücken. Das Gesamtbudget der Organisation für 2012 und 2013 beläuft sich auf 3,9 Milliarden Dollar.

Trotzdem schlägt die WHO ihren Mitgliedstaaten die Option der Teilzahlung vor. Damit wären die Kursrisiken für die WHO zwar nicht ausgeräumt, deren Auswirkungen aber entschärft. Gleichzeitig hielten sich die Zusatzkosten für die Mitglieder damit in Grenzen.

Bereits 350 Stellen gestrichen

Während die WHO drei Viertel der Gehälter in Franken auszahlt, erhält sie den grössten Teil der Beiträge in Dollar. Die Frankenstärke sowie die Schwankungen der US-amerikanischen Währung werden somit für die Organisation immer mehr zum Problem.

Ein neues Zahlungsmodell soll weitere Entlassungen bei der WHO verhindern. Im vergangenen Jahr hatte sie in Genf 350 von 2400 Stellen abgebaut.

Im kommenden Januar wird der Exekutivrat über den Vorschlag entscheiden. Sollte er diesem zustimmen, wird die Weltgesundheitsversammlung im Mai 2013 darüber befinden. Die neuen Zahlungsbestimmungen könnten frühstens 2014 in Kraft treten.

(jev/aho/sda)

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