Um sich unabhängiger von der schwankungsanfälligen Finanzbranche zu machen, trennt sich General Electric von Teilen seiner Kreditkartensparte. Dafür sollten im kommenden Jahr rund 20 Prozent des Bereichs an die Börse gebracht werden, teilte der US-Mischkonzern mit.

Die GE-Finanzsparte betreibt unter anderem das Geschäft mit Kreditkarten, die Anbieter wie die Einzelhandelskette Wal-Mart dann unter eigenem Namen an ihre Kunden ausgeben. Zudem verdient die Abteilung mit eigenen Konsumkrediten beispielsweise für Ferienreisen ihr Geld.

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Früher fast die Hälfte des Konzerngewinns

Zu ihren besten Zeiten steuerte sie fast die Hälfte des GE-Gewinns bei, doch im Krisenjahr 2008 drohte sie den ganzen Konzern mit in die Tiefe zu reissen. Weil das Risiko rund um das Privatkundengeschäft der GE-eigenen Bankenabteilung als zu gross eingeschätzt wird, will der Konzern die Sparte deutlich eindampfen und sich verstärkt auf sein Industrie-Geschäft konzentrieren.

Bis 2015 will das Unternehmen ganz aus dem Geldgeschäft aussteigen. Das Schrumpfen der Finanzsparte hatte GE zuletzt aber Gewinn und Umsatz gekostet. GE ist unter anderem auch in der Energie- und Medizintechnik aktiv.

(sda/chb/vst)