Der grosse Siemens-Rivale General Electric (GE) hat trotz des rauen Umfelds in der Weltwirtschaft seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Im vierten Quartal konnte der US-Konzern seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 39,3 Milliarden Dollar steigern.

Unter dem Strich blieben mit 4,0 Milliarden Dollar acht Prozent mehr übrig als vor einem Jahr, wie der Konzern in Fairfield im US-Bundesstaat Connecticut mitteilte. Je Aktie waren das im fortgeführten Geschäft 44 Cent - mehr als Analysten auf dem Zettel hatten.

«Die Aussichten für die Industrieländer bleiben unsicher, aber wir sehen Wachstum in China und in rohstoffreichen Ländern», sagte Vorstandschef Jeff Immelt. Mit dem höchsten Auftragsbestand in der Unternehmensgeschichte gehe der Konzern mit Schwung in das Jahr 2013. Ohne die Flaute beim Verkauf der Windturbinen, die in den USA nicht mehr steuerlich gefördert werden, wuchsen die Bestellungen im Schlussquartal um sieben Prozent.

GE als Gradmesser für US-Wirtschaft

Der Konzern stellt Flugzeugturbinen und Kraftwerkskomponenten her, ist bei der Medizintechnik aktiv und besitzt eine grosse Finanzsparte. Angesichts der breiten Angebotspalette gilt GE als Gradmesser für die gesamt US-Wirtschaft. Hierzulande ist das Unternehmen vor allem mit einer Windanlagen-Fertigung und einer starken Forschung vertreten.

Anzeige

Der deutsche Rivale Siemens will seine Zahlen für die Zeit zwischen Oktober und Dezember am kommenden Mittwoch veröffentlichen. Die Münchner haben sich ein 6 Milliarden Euro schweres Sparprogramm auferlegt, um wieder zur internationalen Konkurrenz aufzuschliessen. Unter anderem Probleme beim Anschluss von Windkraftanlagen auf hoher See und lange Verspätungen bei der Auslieferung von Zügen an die Bahn hatten Siemens im vergangenen Jahr gebremst.

(vst/aho/awp)