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Industrie
General Electric muss Milliardenzahlungen stemmen

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General Electric: Erst vor Wochen ein Sparprogramm lanciert. Quelle: Getty Images/Will Waldron

Kürzlich hat General Electric ein Sparprogramm verkündet, das auch die Schweiz hart trifft. Jetzt treten Belastungen über Milliarden Dollar zutage.

Veröffentlicht am 16.01.2018

Probleme im Versicherungsgeschäft verhageln die Bilanz von General Electric ( GE). Für das vierte Quartal 2017 verbucht der US-Industriekonzern eine Belastung von 6,2 Milliarden Dollar nach Steuern, wie GE am Dienstag mitteilte.

Zudem muss die Tochter GE Capital über sieben Jahre rund 15 Milliarden Dollar in das Versicherungsgeschäft stecken, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Die Finanzsparte GE Capital habe genügend Liquidität, um die Summe selbst aufzubringen. Die Tochter werde aber auf absehbare Zeit keine Dividenden an die Mutter GE zahlen.

1400 Jobs in der Schweiz gekürzt

Die Probleme bei GE Capital betreffen Versicherungen, bei denen das Neugeschäft vor mehr als einem Jahrzehnt eingestellt wurde und die sich in der Abwicklung befinden (run-off). Es sei höchst unbefriedigend, dass nach so langer Zeit noch solche Belastungen zu Tage treten, sagte GE-Chef John Flannery. Auf das Industriegeschäft und die Kapitalplanung 2018 hätten sie keine Auswirkung.

Der angeschlagene US-Konzern hatte vor fünf Wochen ein weltweites Sparprogramm lanciert. In der Kraftwerksparte sollen rund 12'000 Stellen verschwinden. In der Schweiz will das Unternehmen in den nächsten zwei Jahren 1400 Arbeitsplätze abbauen, fast ein Drittel aller GE-Angestellten in der Schweiz.

Betroffen sind die Standorte Baden, Birr und Oberentfelden im Kanton Aargau. Sie sollen aber nicht geschlossen werden. GE begründet die Massnahme mit der schwierigen Marktsituation im Turbinengeschäft.

(sda/me)

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