Im Übernahmekampf um den französischen Konzern Alstom wirbt der US-Konzern General Electric (GE) nun mit einer Werbekampagne um die Gunst der Öffentlichkeit. «Lasst uns gemeinsam die Zukunft bauen», hiess es in ganzseitigen GE-Inseraten in französischen Tageszeitungen.

Sie erschienen in mindestens drei überregionalen Blättern - «Les Echos», «Libération» und «Le Figaro». GE und Frankreich hätten «eine Geschichte, die weiter als 100 Jahre zurückreicht», heisst es in dem Anzeigentext. Dazu wurde ein Foto aus einer Turbinenfabrik im ostfranzösischen Belfort gestellt, die GE 1999 von Alstom gekauft hatte.

Die Werbekampagne läuft bis zum 19. Juni, wie eine der beteiligten Zeitungen mitteilte. GE will bis zum 23. Juni eine Antwort auf sein Angebot haben, die Energiesparte von Alstom für 12,35 Milliarden Euro zu kaufen.

GE will tausend neue Stellen schaffen

Zugleich hat der deutsche Siemens-Konzern angekündigt, bis zum 16. Juni ebenfalls ein Angebot vorzulegen. Siemens hat informell bereits 10,5 bis 11 Milliarden Euro für die Energiesparte in Aussicht gestellt und will im Gegenzug den Grossteil seiner Transportsparte an Alstom abgeben.

Der Übernahmekampf läuft bereits seit Wochen. Auch die französische Regierung ist darin eingebunden. Zuletzt sprach GE-Chef Jeffrey Immelt im Elysée-Palast mit dem französischen Präsidenten François Hollande. Aus informierten Kreisen verlautete anschliessend, Immelt habe die Schaffung von tausend neuen Arbeitsplätzen in Frankreich zugesagt, wenn GE den Zuschlag bekomme.

(sda/dbe)