General Motors (GM) hat seine Position auf dem Heimatmarkt USA weiter ausgebaut. Auch im schwächelnden Europageschäft mit der Konzerntochter Opel und in Asien kam das Unternehmen voran. Dazu trug nicht zuletzt bei, dass das Erdbeben in Japan den Absatz von dortigen Autoherstellern wie Toyota schmälerte.

Im zweiten Quartal stieg der Netto-Gewinn von GM auf 2,52 Milliarden Dollar von 1,33 Milliarden vor Jahresfrist. Der Umsatz kletterte um 19 Prozent auf 39,4 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 36,74 Milliarden Dollar gerechnet.

Der Autobauer profitierte laut Finanzchef Dan Ammann insbesondere kräftig von weltweiten Preisanhebungen.

Opel aus dem Schneider

Aufatmen kann auch Opel. So erzielte GM Europe ein bereinigtes operatives Quartalsergebnis (Ebit) von 100 Millionen Dollar. Vor einem Jahr war es noch ein Minus von 200 Millionen Dollar gewesen. Wie GM mitteilte, beliefen sich die Sanierungskosten für das Europageschäft im zweiten Quartal nur noch auf rund 100 Millionen Dollar - 200 Millionen weniger als vor einem Jahr.

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Für die zweite Jahreshälfte stellt sich der GM-Konzern auf eine leichte Verlangsamung ein. Das bereinigte Ebit werde dann etwas geringer ausfallen als im ersten Halbjahr, im Gesamtjahr aber eine «solide Verbesserung» gegenüber 2010 aufweisen.

GM musste in der Finanz- und Wirtschaftskrise von der US-Regierung mit einem 52 Milliarden Dollar schweren Rettungspaket vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Das Finanzministerium hält noch 32 Prozent des Stammkapitals. 2009 fuhr GM aus der Insolvenz, seit November ist das Unternehmen wieder an der Börse.

(cms/sda)