Wegen des Skandals um fehlerhafte Zündschlösser wird es bei General Motors nach Aussage von Konzernchefin Mary Barra keine weiteren Entlassungen geben. Der Autobauer habe bereits die notwendigen personellen Konsequenzen gezogen, sagte Barra vor der Hauptversammlung von GM zu Journalisten.

Vergangene Woche wurden 15 Mitarbeiter vor die Tür gesetzt. Den Entlassenen wurde Fehlverhalten im Zusammenhang mit der verzögerten Rückrufaktion vorgeworfen. Das Top-Management wurde bei den internen Ermittlungen jedoch von jeder Verantwortung freigesprochen. Chairman Tim Solso sagte, der Verwaltungsrat des Opel-Mutterkonzerns habe volles Vertrauen in Barra und ihr Team.

Mit weiteren Rückrufen ist zu rechnen

Barra selbst kündigte vor lediglich 29 Aktionären an, dass demnächst mit weiteren Rückrufen zu rechnen sei. Keiner der anwesenden Anteilseigner brachte das Debakel um die Zündschlösser während der 20-minütigen Fragerunde zur Sprache. GM steht seit Anfang des Jahres in der Kritik.

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Der Defekt hat laut GM zu 13 Todesfällen geführt. Die US-Verkehrsaufsicht geht jedoch von einer höheren Zahl aus. Verbraucherschützer sprechen seit Monaten von bis zu 300 Todesopfern in Folge des Defekts, bei dem sich Motor und elektrische Systeme wie Airbags auch bei hohem Tempo unvermittelt abschalten. Besondere Brisanz erhielt die Affäre, weil die Probleme im Konzern schon seit Jahren bekannt waren. Doch erst im Februar 2014 rief GM deshalb rund 2,6 Millionen Autos in die Werkstätten zurück.

(reuters/dbe)