Der US-Autobauer General Motors (GM) hat seine Produktion in Ägypten nach der Gewalteskalation mit hunderten Toten wieder hochgefahren. Die Angestellten seien in das Büro in der Hauptstadt Kairo und in ein Werk in einem Vorort zurückgekehrt, teilte der Konzern mit.

«Die Sicherheit und der Schutz unserer Mitarbeiter sind uns weiterhin wichtig, wir werden die Lage auch künftig genau beobachten», sagte eine Unternehmenssprecherin.

Weiterhin Tote

GM hatte seine Mitarbeiter am Donnerstag aus den beiden Standorten abgezogen, nachdem die ägyptischen Sicherheitskräfte Proteste in Kairo blutig niedergeschlagen hatten. Auch heute war ein Ende der Gewalt nicht absehbar.

Auf der Sinai-Halbinsel wurden bei einem Angriff auf zwei Kleinbusse 26 Polizisten getötet. Wenige Stunden zuvor waren in Kairo 37 Muslimbrüder bei einem mutmasslichen Fluchtversuch aus einem Gefangenentransport an Tränengas erstickt.

GM baut in Ägypten Kleinlastwagen, PKW und Minibusse. Das Unternehmen beschäftigt in dem Land nach eigenen Angaben mehr als 1400 Ägypter.

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(jev/sda)