Schon wieder sorgt die Zündung bei General Motors für Ärger. Der Konzern ruft weltweit mehr als eine halbe Million Chevrolet Camaro der aktuellen Baureihe in die Werkstätten. Es bestehe die Gefahr, dass das Knie des Fahrers an den Schlüssel stösst und der Wagen während der Fahrt ausgeht.

GM berichtete von drei Unfällen mit vier Leichtverletzten, die darauf zurückzuführen sein könnten. Das Problem sei jüngst bei Tests mit dem Musclecar entdeckt worden, hiess es. Nun wird der Schlüssel geändert.

Mindestens 13 Menschen gestorben

GM kommt seit Monaten nicht aus den Schlagzeilen heraus, weil das Unternehmen fehlkonstruierte Zündschlösser in 2,6 Millionen älteren Wagen ein Jahrzehnt lang ignoriert hatte. Bei Unfällen starben nach Firmenangaben 13 Menschen; Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.

Erst unter der Ägide der neuen Konzernchefin Mary Barra räumte GM den Mangel ein. Nach einer firmeninternen Überprüfung folgte eine Welle an weiteren Rückrufen wegen anderer Probleme.

Drei weitere Rückrufe

Neben dem Chevrolet Camaro startete GM drei weitere Rückrufe wegen anderer Mängel. So gibt es bei der mittlerweile abgestossenen Marke Saab Probleme mit den Sicherheitsgurten im 9-3 Cabriolet. Die Zahl der seit Jahresbeginn von Rückrufen betroffenen Wagen steigt damit weltweit auf fast 16,5 Millionen, davon 14,4 Millionen in den USA.

Anzeige

(sda/dbe)