Der italienische Versicherungskonzern Generali erwägt Insidern zufolge den Verkauf seines US-Rückversicherungsgeschäfts. Es sei nicht auszuschliessen, dass dies nach dem Treffen des Verwaltungsrats am 7. Juni bekanntgegeben werde, sagten drei mit den Überlegungen vertraute Personen. Die Verhandlungen seien bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium und könnten innerhalb der nächsten zehn Tage abgeschlossen werden.

Italiens grösster Versicherer sucht derzeit nach Wegen, um seine Kapitalbasis um vier Milliarden Euro aufzustocken. Zuletzt machte Europas Branchendritter nach der Allianz und der französischen Axa mit dem Verkauf eines Teils seines Vermögensverwalters Kasse. Seit dem vergangenen Herbst steht die Schweizer Bankentochter BSI zum Verkauf. Sowohl für BSI als auch für das US-Rückversicherungsgeschäft haben sich nach Angaben von Generali-Chef Mario Greco von Anfang das Jahres bereits Interessenten gemeldet.

Der aussichtsreichste Kandidat für das US-Rückversicherungsgeschäft, dessen Wert auf 800 Millionen Dollar geschätzt wird, ist Kreisen zufolge der französische Versicherer Scor. 

(muv/vst/reuters)

Anzeige