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Sparkurs
Generali verlagert Jobs in die Deutschschweiz

Versicherer Generali muss offenbar 8000 Arbeitsplätze ausserhalb Italiens abbauen. Der Entscheid bringt für die Schweiz Grund zum Bedauern und zur Freude mit sich.

Veröffentlicht am 22.11.2016

Der italienische Versicherungskonzern Generali denkt Insiderinformationen zufolge über einen weltweiten Abbau von bis zu 8000 Arbeitsplätzen nach. In Nyon VD gehen rund 100 Stellen verloren, die nach Adliswil ZH verlagert werden.

Die Generali-Angestellten in Nyon wurden am Dienstagmorgen informiert. Sie kontaktierten daraufhin die Waadtländer Grossrätin Fabienne Freymond Cantone. Diese bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine entsprechende Meldung der Waadtländer Zeitung «La Côte». Sie hat dazu eine Interpellation im Grossrat eingereicht.

Mehr als 2000 Mitarbeiter in der Schweiz

Die Stadt wurde von Generali Schweiz am Nachmittag informiert. Zwar verstehe sie die Sachzwänge, denen die Gruppe ausgesetzt sei, doch bedaure sie den Entscheid, schrieb sie in einer Mitteilung. Die Behörden zeigten sich besorgt um die betroffenen Mitarbeiter und forderten den Versicherer dazu auf, seine soziale Verantwortung wahrzunehmen»

Generali Schweiz bestätigte die Verlagerung der Arbeitsplätze in einer Mitteilung am Abend. Zentrale Funktionien würden in Adliswil gebündelt, der Umbau solle bis Ende 2017 abgeschlossen werden. Demnach investiert das Unternehmen 100 Millionen Franken in der Schweiz, um mit einer neuen Betriebsplattform die Prozesse zu vereinfachen. In der Schweiz beschäftigt Generali mehr als 2000 Personen.

Jobkürzungen ausserhalb der Schweiz

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, Generali wolle ausserhalb Italiens bis zu 8000 Arbeitsplätze streichen. Dabei gehe es um Stellenstreichungen ausserhalb Italiens, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag.

Das Unternehmen hat für Mittwoch zu einem Investorentag geladen. Europas drittgrösster Versicherer beschäftigt insgesamt etwas mehr als 76'000 Mitarbeitende. Er erzielt den Grossteil seiner Einnahmen in Italien, Frankreich und Deutschland.

(sda/me)

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