Das Geschäft mit Krebsmedikamenten und eine kräftige Nachfrage aus den Schwellenländern haben dem Pharmakonzern Pfizer zu mehr Gewinn verholfen. Der grösste Arzneimittelhersteller der USA steigerte sein Ergebnis im dritten Quartal um drei Prozent auf 2,67 Milliarden Dollar.

Der Umsatz sank allerdings infolge von Patentverlusten insgesamt um zwei Prozent auf 12,36 Milliarden Dollar, wie das New Yorker Unternehmen am Dienstag mitteilte. Rund lief es allerdings im Geschäft mit Krebsmedikamenten - in dieser Sparte stieg der Umsatz um 16 Prozent.

Konkurrenz durch Generika

Pfizer kämpft wie die anderen grossen Konzerne der Branche mit steigender Konkurrenz durch Hersteller von billigeren Nachahmermedikamenten - sogenannten Generika. Daduch leidet das Kerngeschäft. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde abgesenkt, die Umsatzprognose liegt nun mit 49,7 Milliarden Dollar eine Milliarde tiefer als zuletzt.

Pfizer hat das dritte Quartal aber besser als erwartet abgeschlossen. Zwar fiel der bereinigte Gewinn pro Aktie um zwei Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 0,57 Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten aber nur mit 0,55 Dollar gerechnet. Vorbörslich zog die Aktie zuletzt um 1,3 Prozent an.

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Das Unternehmen versucht sich gegen die harte Konkurrenz im Markt zu stemmen, indem es die Investitionen in Forschung und Entwicklung erhöht - im dritten Quartal stiegen sie um zehn Prozent auf 1,79 Milliarden Dollar. Den Nettogewinn konnte Pfizer von Juli bis September von 2,6 auf 2,7 Milliarden Dollar zum Vorjahr ausbauen.

Schwächephase in der Medikamentenforschung

Pfizer durchläuft seit einiger Zeit eine Schwächephase in der Medikamentenforschung. Seit rund zehn Jahren haben die Labors des Konzerns keine neuen grossen Kassenschlager hervorgebracht. Ab Dezember droht in den USA zudem ein harter Wettbewerb für das lukrative Schmerzmittel Celebrex durch Generikafirmen.

Konzernchef Ian Read hatte daher zuletzt die Suche nach Übernahmekandidaten verstärkt - bislang allerdings ohne Erfolg. Der Plan, für 118 Milliarden Dollar den britisch-schwedischen Rivalen AstraZeneca zu schlucken, scheiterte vor einigen Monaten.

(awp/sda/ise/ama)