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Innovation
In Genf fahren jetzt Busse mit Batterien von ABB

Vertreter aus Politik und Wirtschaft: Ein neuer Bus wird eingeweiht. Keystone

Genf hat neue batteriebetriebene Busse in Betrieb genommen. Die Batterien werden innert 15 Sekunden aufgeladen – während die Passagiere ein- und aussteigen. Möglich macht dies die Technologie von ABB.

Veröffentlicht am 15.07.2016

Im Kanton Genf sind zwischen dem Flughafen Cointrin und Carouge bald neuartige Elektro-Busse in Betrieb, die ohne Oberleitungen auskommen. Die Genfer Verkehrsbetriebe (TPG) kostet das 24 Millionen Franken. ABB liefert dabei die Ladetechnologie.

Die neuen Busse zeichnen sich durch ein innovatives Antriebssystem aus. Der Strom für den Elektroantrieb stammt aus einer Batterie, so dass keine Oberleitungen mehr nötig sind. Damit der Strom nicht ausgeht, werden die Busse an den Haltestellen jeweils mittels einer neuartigen Flash-Ladetechnologie der ABB geladen.

Innert 15 Sekunden geladen

Innerhalb von 15 Sekunden, während die Passagiere ein- und aussteigen, wird die Batterie von einer Ladestation, die über dem Dach des Busses angebracht ist, nachgeladen. Der Grossraumbus namens TOSA ist nicht nur viel leiser als ein Dieselbus, sondern kann auch mehr Passagiere transportieren.

Im Kaufpreis von 24 Millionen Franken sind neben den zwölf Bussen auch 13 Flash-Schnellladestationen, 3 Ladestationen für Endhaltestellen und 4 für das Depot enthalten. Die Busse sollen bis 2018 die heutigen Dieselbusse auf der Buslinie 23 ablösen.

Genf schafft Diesel-Busse ab

Vor der Einführung war das Konzept in Genf zunächst getestet worden. Die TPG, der Bushersteller HESS aus dem Kanton Solothurn sowie die ABB unterzeichneten die Verträge am Freitag. Während ABB die Ladestationen, den Antrieb und die Batterien liefert, kommt von HESS der Grossraumbus.

Die Genfer Flotte von Diesel-Bussen werde bis 2025 ausgetauscht, kündigte am Freitag der Genfer Verkehrsdirektor Luc Barthassat (CVP) an. Das innovative Projekt sei ein Meilenstein für die Zukunft der urbanen Mobilität.

(awp/mbü)

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