Der Banker wurde Polizeiangaben zufolge am Samstag am Flughafen von Abu Dhabi aufgegriffen und nach Griechenland überstellt, wo er am Montag von Antikorruptionsrichtern vernommen wurde. Der Franzose hatte für BNP Paribas vor allem in der Schweiz gearbeitet.

Er steht in einer Reihe von Bestechungsaffären unter Geldwäscheverdacht: Dabei geht es unter anderem um griechische Rüstungsgeschäfte mit dem deutschen Konzern Krauss-Maffei Wegmann, dem schwedischen Konzern Ericsson und der brasilianischen Firma Embraer.

Auch im Siemens-Skandal dabei

Auch im Siemens-Bestechungsskandal soll der 55-Jährige eine Schlüsselrolle gespielt haben: Mitarbeiter von Siemens sollen dabei 1997 etwa 70 Millionen Euro Schmiergelder an die griechische Telekommunikationsgesellschaft OTE gezahlt haben, um die Digitalisierung des griechischen Telefonnetzes übernehmen zu können. Rund ein Dutzend damaliger Siemens-Vertreter und rund 40 weitere Angeklagte stehen deshalb seit März in Griechenland vor Gericht.

(sda/se/chb)

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