Die Genfer Kantonalbank (BCGE) hat im vergangenen Geschäftsjahr 2012 einen um knapp 17 Prozent höheren Bruttogewinn von 137,4 Millionen Franken erwirtschaftet. Der Reingewinn verbesserte sich auf um 6,2 Prozent auf 67 Millionen Franken, wie die Bank mitteilte. Den Aktionären wird die Ausschüttung einer zum Vorjahr unveränderten Dividende von 4,5 Prozent vorgeschlagen.

Die Bank erwirtschaftete im abgelaufenen Jahr einen Geschäftsertrag von 345,8 Millionen Franken, was einem Anstieg um 2,7 Prozent entsprach. In ihrem wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, konnte die Bank den Ertrag um 4 Prozent auf 205,4 Millionen Franken erhöhen. Dagegen blieb der Ertrag aus dem Kommissionsgeschäft mit 104,0 Millionen Franken praktisch unverändert.

Auf der Gegenseite konnte der Geschäftsaufwand um 47 Prozent auf 208,4 Millionen Franken verringert werden. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich in der Folge um gut 7 Prozentpunkte auf 60,3 Prozent.

Die Bilanzsumme der Kantonalbank expandierte um im Jahresverlauf um 3,8 Prozent und belief sich per Ende Jahr auf 16,47 Milliarden Franken. Die Hypothekarkredite wuchsen um 3,5 Prozent und erreichten eine Höhe von 9,1 Milliarden Franken. Die von der Bank verwalteten Vermögen lagen per Ende Jahr bei 18,7 Milliarden Franken nach 18,1 Milliarden Franken zum Ende des Vorjahres.

Anzeige

Im laufenden Jahr rechnet die BCGE insgesamt mit einem ähnlichen Rentabilitätsniveau wie 2012. So würden sich die niedrigen Zinsen weiter auf die Zinsmargen der Kreditinstitute auswirken. Die Ausweitung der Kredite werde angesichts der Bestimmungen zur Eigenkapitaldeckung aber moderat bleiben. Die BCGE wolle sich auf die Entwicklung von Geschäftstätigkeiten konzentrieren, die weniger Eigenkapital in Anspruch nehmen, wie es weiter heisst.

(chb/aho/awp)