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Schnäppchen
Genfer Privatbank UBP offenbar vor Zukauf

UBP-Hauptsitz: Die Privatbank will offenbar die RBS-Sparte kaufen. Keystone

Die Royal Bank of Scotland verkauft ihre internationale Privatbank-Sparte. Favorisierter Käufer ist das Genfer Finanzhaus Union Bancaire Privée. Aber auch die Credit Suisse hat Blut geleckt.

Veröffentlicht am 16.03.2015

Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat die Bieterliste für ihre Privatbank-Sparte Coutts International offenbar eingegrenzt und fokussiert sich informierten Kreisen zufolge auf die Schweizer Union Bancaire Privée (UBP). Eine Einigung mit dem bevorzugten Bieter UBP könne bereits in diesem Monat erzielt werden, sagten die Personen gegenüber Bloomberg News.

Die Gespräche könnten sich noch immer hinauszögern oder auch scheitern, hiess es weiter. RBS erwägt den Personen zufolge auch eine Offerte von der Schweizer Grossbank Credit Suisse Credit Suisse sowie ein gemeinsames Angebot von der französischen Société Générale  und der DBS Group aus Singapur.

Diskussionen über Preis

Die Transaktion sei durch Verhandlungen über den Preis in die Länge gezogen worden, sagte eine der Personen. Demnach erschwerten die überraschende Aufwertung des Franken, die Untersuchung der Coutts-Privatbank durch deutsche Behörden sowie das politische Kreuzfeuer rund um die Londoner HSBC im Zusammenhang mit möglicher Steuerhinterziehung die Gespräche.

Sprecher von RBS, UBP und Credit Suisse lehnten einen Kommentar ab. Vertreter von Société Générale standen nicht umgehend für eine Stellungnahme zur Verfügung, während DBS ausserhalb der regulären Geschäftszeiten nicht sofort erreichbar war.

Kosten senken

RBS-Chef Ross McEwan bemüht sich um einen Verkauf der internationalen Sparte von Coutts, um Kosten zu sparen und sich auf vermögende Kunden in Grossbritannien zu konzentrieren.

(bloomberg/ise/chb)

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