Die drei führenden Container-Reedereien wollen angesichts der hartnäckigen Krise ihre Schiffe auf bestimmten Routen zusammenführen. Das teilte die dänische Reederei AP Moller Maersk in Kopenhagen mit. Unter dem Namen P3-Netzwerk wolle man mit der MSC Mediterranean Shipping Company mit Sitz in Genf und der französischen CMA CGM auf den drei Routen zwischen Asien, Europa und Nordamerika kooperieren. Insgesamt sollen 255 Schiffe unter der gemeinsamen Leitung fahren.

Überkapazitäten und zurückgehende Volumen in den letzten Jahren erforderten eine bessere Organisation und Effektivität, teilte das dänische Unternehmen mit. Das P3-Netzwerk solle die Effektivität und Ausnutzung der Schiffe verbessern. Durch die Zusammenarbeit könne jede Linie mehr Fahrten anbieten als allein. Trotzdem werde jede Reederei weiter unabhängig am Markt agieren.

Maersk Line wird sich mit rund 42 Prozent am Netzwerk beteiligen, MSC mit circa 34 Prozent und CMA CGM mit 24 Prozent. Der Zusammenschluss muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Das Trio hofft, bis Mitte nächsten Jahres starten zu können. Nach Angaben der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau beherrschen die drei Reedereien gemeinsam 37 Prozent des Weltmarktes.

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Die führende deutsche Reederei Hapag-Lloyd ist schon seit Mitte der 1990er Jahre mit mehreren Partnern in einer Allianz verbunden. Die Idee dahinter ist, dass die Dienste effektiver bedient werden können. Wenn zum Beispiel eine Reederei eine wöchentliche Abfahrt für eine Europa-Asien-Rundreise anbieten will und die Fahrtzeit dafür beträgt zehn Wochen, so muss sie zehn Schiffe einsetzen. Wenn sich mehrere Reedereien die Aufgabe teilen, benötigen sie jeweils weniger Schiffe.

(tno/muv/sda)