Die für Herbst erwartete Smartwatch von Apple bringt die Schweizer Uhrenfirma Hyetis nicht ins Schwitzen. Das Genfer Jungunternehmen, das seit letztem Jahr eine intelligente Uhr anbietet, sieht das Vordringen von Apple in den Uhrenmarkt viel mehr als Chance.

Die Lancierung der iWatch erhöhe den Bekanntheitsgrad von Smartwatches, sagte Hyetis-Chef Arny Kapshitzer der Westschweizer Wirtschaftszeitung «L'Agefi». Davon profitiere auch sein Unternehmen.

«Apple hat Nachholbedarf»

Der US-Technologiekonzern sorgte letzte Woche für Aufregung in der Uhrenszene, als bekannt wurde, dass die Amerikaner einen Manager des Neuenburger Luxusuhren-Herstellers Tag Heuer abgeworben hatten.

Apple habe Nachholbedarf, was Luxusuhren anbelangt, sagte Kapshitzer zum überraschenden Wechsel des langjährigen Tag-Heuer-Managers. «Apple verfügt zwar über ein grosses technologisches Wissen, aber den Amerikanern fehlen die Kenntnisse über Luxusuhren.»

«Grosses Innovationspotenzial»

Die Schweizer Uhrenindustrie verfüge über grosses Innovationspotenzial, sagte er weiter. Aber im Moment seien die Schritte der Branche im Technologiebereich noch zu zaghaft. Insbesondere die tragbaren Technologien - sogenannte Wearables - entwickelten sich derzeit rasant. Dies sehe man etwa in der Gesundheitsbranche.

Das Genfer Start-up finanzierte seine Hightech-Uhr durch Crowdfunding. Die Uhr verfügt über eine Kamera, Temperatur- und Höhenanzeige und kann den Puls messen. Sie kostet über Tausend Franken.

(sda/dbe/vst)