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Genolier will die Zahl ihrer Kliniken mehr als verdoppeln

«Für Genolier sehen wir mittelfristig 20 bis 25 Kliniken.» (Bild: Keystone)

Die Holdinggesellschaft Aevis verhandelt über Spital- und Reha-Übernahmen. Ihre Tochterfirma Genolier soll bei der Zahl der Kliniken kräftig wachsen.

Von Pirmin Schilliger
am 28.11.2012

Die Holdinggesellschaft Aevis verfolgt einen aggressiven Wachstumskurs im Schweizer Gesundheitsmarkt. Aktuell verhandelt die Westschweizer Gruppe über ihre Tochterfirma Genolier Swiss Medical Network gleich mit zwei Spitälern und einem Reha-Zentrum über eine mögliche Übernahme, wie Aevis-Chef Antoine Hubert im Interview mit der «Handelszeitung» sagt.

Doch die Integration der drei Einrichtungen ins Aevis-Netz genügt Hubert nicht: «Für Genolier sehen wir mittelfristig 20 bis 25 Kliniken.» Aktuell gehören erst elf Privatspitäler zur Gruppe. Hubert strebt also mehr als eine Verdoppelung an. Er verneint zwar, dass seine Wachstumsstrategie darauf abziele, die Hirslanden-Gruppe als Nummer 1 auf dem Schweizer Privatklinikmarkt abzulösen. Faktisch aber arbeitet er zumindest daran, zur Markführerin aufzuschliessen.

In der Schweiz gibt es gemäss den aktuellsten Zahlen des Privatspitalverbandes gut 50 Privatspitäler und 15 private Rehabilitationszentren. In den Akutspitälern stehen gegen 4300 Betten für Patienten bereit. Die Branche als Ganzes erwirtschaftet einen Umsatz von gegen 3 Milliarden Franken. Über ein Drittel davon geht auf das Konto der 14 Hirslanden-Spitäler.

Aevis ihrerseits kam 2011 auf einen Umsatz von gut 200 Millionen Franken. Dieses Jahr erwirtschaftete die Gruppe allein in den ersten sechs Monaten schon über 160 Millionen Franken.

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

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