Der Autokrise in Europa fallen beim Industriekonzern Georg Fischer mehrere hundert Stellen zum Opfer. Das zeigen die Recherchen der Zeitung «Der Sonntag». Betroffen sind alle sieben Werke in Deutschland und Österreich.

Nicht mehr weiterbeschäftigt werden ab diesem Jahr die meisten der 400 Temporärmitarbeiter. Im grössten Werk in Singen ist bis Ende Jahr der Abbau von 50 festen Stellen vorgesehen. In Mettmann bei Düsseldorf müssen mehrere hundert Mitarbeiter um ihre Stelle fürchten, nachdem dort im letzten Jahr die modernste, robotergesteuerte Giesserei Europas in Betrieb genommen.

Inzwischen läuft sie unter Volllast, womit zwei alte Produktionslinien ausgedient haben. «Die zwei alten Linien werden abgestellt und durch die neue Linie ersetzt», bestätigt Konzernchef Yves Serra. Der Personalbedarf sei dann höchstens noch halb so gross.

Ähnliches blüht in den kommenden Jahren allen Werken. So wird im Leichtmetallwerk in Herzogenburg ab 2015 auf eines der zwei Gussverfahren verzichtet. Damit fallen im sogenannten Kokillenguss 300 Stellen weg.

Anzeige

Betroffen vom Sparprogramm ist auch der Hauptsitz in Schaffhausen. Laut Sprecher Beat Römer wird dort «im Rahmen der natürlichen Fluktuation die Wiederbesetzung von Stellen jeweils genaustens geprüft».

(aho)

BIldergalerie: Jobabbau 2013 - Diese Firmen streichen Stellen